El-Manis
Aktuelles
Distanzsaison 2010
Distanzsaison 2009
Saison 07 / 08
Trainings Tagebuch
Jahresrückblick 2009
Wanderreiten
Unsere Fohlen
Kasib's Geschichte ist zu Ende
Bilder des Alltags
Verkaufspferde/Kontakt
Gästebuch
 


                                       D I S T A N Z S A I S O N  2 0 0 8

                                    25.Oktober 2008 EVG 2 Diesse

Der Entscheid in Diesse zu starten hing mit folgenden Ueberlegungen zusammen. Zuersteinmal wäre es schön gewesen zu Saisonschluss meine 2000 Km voll zu machen, zugleich, wären es Bibi vervollständigte 500 Km gewesen, sowie der Ansporn meinen 2ten Platz im EVG Cup zu behaupten. Viele "Wäre" und " Wenn's" So könnte man diesen Distanzritt in Diesse betiteln

Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn  ich Bibi hätte reiten können, ging aber nicht, da er fast über Nacht Mauke gemacht hatte. So nahm ich Kigali, und der lief auch tadellos, wenn er sich nicht bei Km 15 ein Eisen abgetreten hätte. In der Pause nach 20 Km lief er ohne Eisen noch ohne Beanstandungen, das fing erst an nachdem er vom Schmied das Eisen wieder drauf hatte. Trotzdem noch auf die zweite Runde. Im gleichen Tempo ohne wenn's und aber's. Abgesehen von drei Hüpfer'n ins Gras, aufgrund vorbeifahrender Traktoren, ein Hüpfer ging durch den Zaun durch, und einer Vollbremse wegen einer neugierigen Katze, seit wann sind Katzen gefährlich, ging eigentlich alles gut, bis auf die Schlusskontrolle.

Von Kigalis überschäumender Art bei der Voruntersuchung und während der Vet Kontrolle in der Pause, war jetzt nichts mehr zu merken. Kein Gemaule, kein Steigen, kein anstatt Traben Galoppieren wollen, er war einfach ruhig und angenehm mit für ihn sehr guten Pulswerten. Irgendwas hat ihm weh getan, was er auch deutlich beim Vortraben zeigte. Die 5 Km ohne Eisen rächten sich jetzt, ja wenn.........!

by, by........und so verabschieden wir uns von der Saison 2008, ein wenig entäuscht, da dieses Jahr keine 2000 Km für mich, keine 500 Km für Bibi, aber dafür immer noch Top Ten in den Cup's für Kigali und mich. Und ganz ganz wichtig, wir verabschieden uns mit gesunden und fitten Pferden, die jetzt die Winterpause ein wenig geniessen können.......


                            4. Oktober 2008 EVG 3 an der SM in Iragna TI

Die Sonnenstube der Schweiz machte ihrem Namen alle Ehre. Die Schweizermeisterschaft über 123 Km wurde an diesem Wochenende ausgetragen, 24 Reiterpaare hatten sich dafür angemeldet. Es versprach ein spannendes Rennen zu werden.

Ich versuchte neben meiner reiterlichen Tätigkeit mit Kigali über 68 Km ein wenig den Ueberblick über das Rennen zu behalten!

Der Startschuss für die Renner fiel um 6.00 Uhr morgens, um diese Zeit habe ich mich noch im Bett gedreht, mein Start erfolgte um 9.17 Uhr. Kurz nach der Vetkontrolle von Kigali, erreichten die ersten Renner das Ziel nach 40 Km mit einer Spitzengeschwindigkeit von 16,79 KMH!  Ich war da mit Kigali definitiv langsamer unterwegs.

Die ersten 30 Km ritt ich mutterselenallein vor mich hin. Kigali scheint das nicht gross zu stören, erreichten wir doch trotzdem eine Geschwindigkeit von über 15 KMH auf diesen ersten Kilometern.

Im Vetgate nach 40 Km, erfahre ich, dass das Rennen schon seine ersten Opfer bekommen hatte. Neben einer Elimination unbekannter Ursache, haben sich im Mininimum zwei Reiter von Ihren Pferden getrennt, unfreiwillig. Nach 80 Km sind drei weitere Reiterpaare eliminiert worden, oder die Reiter haben ihre Pferde zurückgezogen. Ich mache mich nach einer Pause von 40 Minuten wieder auf den Weg über 28 Km.

Der Weg führt mich über diese hohe Brücke bei Claro. Kigali hat absolut keine Mühe das Tempo zu halten, einzig der heftige Gegenwind macht ihm zu schaffen, und langsam findet er es nicht mehr sehr amüsant alleine zu laufen. Wir bekommen Gesellschaft von ein paar Teilnehmer aus dem grossen Rennen, und Kigali erwacht zu neuem Leben. Wir erreichen das Ziel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,66 KMH, später erfahren wir, dass wir damit die beste Zeit aus dieser Prüfung geritten sind.

Kigali hat diesen Ritt spitzenmässig hingekriegt, schade mussten wir für die Pulsmessung so lange warten, Kigali hat angefangen zu schlottern, der Wind ist nicht zu unterschätzen im Tessin. Trotzdem erreichten wir den 5ten Platz, und damit auch die verdiente dritte Quali. Bei der SM gab es eine Ausfallrate von 60 %, und einen für die Reiterin absolut ärgerlichen Vorfall. Ein Schreibfehler der Zeitnehmer verursachte die Disqualifikation von der schnellsten Reiterin. Ich glaube was ärgerliches gibt es nicht! Das warf sicher ein paar Schatten über die SM in Iragna, aber ich sage nur soviel dazu: Hauptsache alle Teilnehmer, Vier- und Zweibeiner sind wieder gesund nach Hause gekommen.


                        20. September 2008 EVG 3 Champoussin Port du Soleil

Kigali hat sich im Goms im Wallis so gut geschlagen, dass ich mich entschieden habe die dritte Quali mit ihm zu reiten. Ich freute mich sehr auf diesen Ritt, da er wieder einmal eine Herausforderung an Pferd und Reiter darstellte. Dieser Ritt wurde das erste Mal durchgeführt, und wir wussten nicht so recht was auf uns zukommen wird. Alles was ich wusste war, dass es eine wunderschöne Gegend ist, und dass sehr sehr viele Höhenmeter zu reiten waren.

Wie gewohnt machten wir uns schon am Freitag nachmittag auf den relativ kurzen Weg ins Val-d'Illiez, und dann hoch nach Champoussin auf knapp 1598 Meter. Kigal bezog nach kurzem Beinevertreten seine Box, und wir genossen den Luxus einmal in einem Hotel zu übernachten. Der Abend verging bei angeregten Gesprächen und einem feinen Nachtessen.

Am Morgen begrüsste uns die Sonne. Ein Blick ins Tal bestätigte mir, die sitzen im Nebel. Kurz Kigali kontrollieren, schauen ob noch genug Heu und Wasser da war, und dann selber Morgenessen. Luxus pur!

Die Vorkontrolle war schnell vorbei. Da nur drei Reiter auf dieser Prüfung starteten, beschlossen wir alle zusammen zu starten. Hier kurz vor dem Start beim aufwärmen......

rasanter start.....und so sah der Start aus!!Nein wir sind nicht alles im Galopp hinauf, viel zu anstrengend, vor allem in dieser Höhe...

....nach ca. 400 Meter hatten wir es dann geschafft, wir waren oben. Und kurz nach dieser Kurve verlief uns allen dann ein sehr gravierender Fehler. Wir folgten der blauen Schlaufe, obwohl wir der Roten folgen sollten. Den Fehler bemerkten wir erst nach fast 5 Km  beim zweiten Groompunkt. Wir hatten den ersten ausgelassen, sprich die Schlaufe zum ersten Groompunkt nicht geritten, das hies alles wieder retour, die ganzen 5 Km. So haben wir eine ganze Stunde verloren!

Das erste Teilstück auf der nun richtigen Schlaufe, verlief relativ flach auf den ersten paar Kilometer. Aber der Anstieg kam. Zuerst noch ein wenig bergab, da war fast nur Schritt möglich, tiefer Boden und da nass sehr rutschig, dann hinauf über grosse Steine, auch da nur Schritt möglich, bis auf 1989 Meter. Hier oben hat man eine grandiose Aussicht auf das Nebelmeer, und die umliegenden Berge. Wir trabten was wir traben konnten. Bei den offiziellen 10 Km hatten wir schon 20 Km zurückgelegt, und dafür zwei Stunden gebraucht. Schon an dieser Stelle hatte ich die grosse Befürchtung, dass uns die dritte Quali nicht gelingen sollte! Kigali schlägt sich tapfer, vor allem bergab ist er in seinem Element. Er trabt locker über die zig Schwellen die hier noch und nöcher vorhanden sind. Unsere Mitreiterin Tanja hat ihr Pferd Karthago mit Hufschuhen geritten, und im Minimum 8 mal die Hufschuhe verloren.

Ich treffe Christoph bei Groompunkt 2. Ich habe Tanja verlassen, da ich nach drei Mal warten auf Hufschuhe wieder anziehen, doch noch ein wenig vorwärtsreiten möchte. Christoph erklärt mir den Weg, damit ich mich nicht wieder verreite, und meint Kigali sehe noch frisch aus. Gut so, denn jetzt wird es erst recht happig. Wir sind wieder auf 1668 Meter runter und reiten noch weiter hinunter auf ca. 1400 Meter. Jetzt kommt er, der harte Teil, hinauf, hinauf, hinauf, und als Kigali nur noch langsam trabt, ich hab ihn nie getrieben, geht es noch weiter hinauf. Hier machen wir Schritt, da kommt auch schon wieder so ein Kuhgitter, und noch weiter hinauf. Und jetzt? Ich bin dort wo die Skiefahrer den Lift verlassen um die Abfahrt anzutreten. Im Sommer und Herbst sind hier die Mountainbikefahrer unterwegs um über steilste schmale Wege den Wald hinunterzufahren. Aber was mache ich hier?? Keine Markierung mehr, fast auf 2000 Meter hoch. Ich könnte weinen, das darf ja nicht wahr sein, ich habe mich wieder verriten!!!!! Absteigen hinunterlaufen, Weg suchen. Beim Kuhgitter finde ich die Markierung, Pfeile die nach links zeigen, quer über eine Matte hinauf, kann man dem noch Weg sagen? Aber es kommt noch schlimmer, die Wurzeln die hier am Boden liegen, sind so richtige Beinbrecher, und das letzte Stück über Gras ist mehr Kletterpartie als was anderes. Hier habe ich erbarmen und steige ab, und führe bergauf. Hier hat mich Tanja wieder eingeholt.

Der schlimmste Teil ist überstanden, alles was hinauf geht muss wieder hinunter. Kigali erholt sich gut bergab, so dass Christoph bei Groompunkt 3 meint, Kigali sieht noch immer gut aus. Noch 4 Km bis ins Ziel!

noch 4 Km bis ins ZielAuf den letzten 2 Km hatten wir noch ein tolles Erlebnis! Wir hatten auf einem der schmalen Waldwege Kühe vor uns im Galopp, Kühe hinter uns die überholen wollten, und zusätzlich eine Kuh im steilen Waldbord oben, die sich entschloss auf ihrem Hinterteil hinunterzurutschen, natürlich ins unsere Richtung. Kigali hat nur kurz panisch reagiert, zum Glück, denn wir hatten absolut keine Ausweichmöglichkeit.

Wir haben lange studiert in der Pause, ob wir weiterreiten sollen oder nicht. Wir mussten die ganzen 32 Km mit all ihren Schwierigkeiten noch einmal machen. Tanja und ich beschlossen es zu wagen. Wir hatten noch Zeit genug um das Minimaltempo von 8 Kmh einzuhalten, und damit klassiert zu werden. Die dritte Quali lag unmöglich mehr drin. So machten wir uns noch einmal auf den Weg, und schafften es mit noch ein wenig Zeitreserve und ohne Verreiter ins Ziel. Wir haben total 74 Km zurückgelegt, und mit all den Höhenmetern darin, sind das locker fast 100 Leistungskilometer. Kigali war am Schluss müde, aber das ist absolut nicht verwunderlich, ob dieser Leistung. Sein Blick war aber immer munter. Ich denke er hat sicher ein wenig Muskelkater, aber alles im Rahmen. Wir probieren in zwei Wochen die dritte Quali im Tessin, da ist alles flach, sollte also ein Klacks sein für ihn.


                                  6. September 2008 EVG 3 Limmatal

...auf den letzten 500 Meter nach 60 Km scheint Bibi wieder fitt zu sein. Er hatte auf der zweiten Schlaufe diverse Einbrüche, die mir ein wenig zu denken gaben. Im Vetgat waren alle Werte aber i.O, und er machte auch keinen müden Eindruck.

Ich starte zusammen mit Alexandra auf Asterix, die ihren zweiten 120 Km Ritt angeht. Die ersten 35 Km sind sehr anstrengend. Häufig geben wir das Tempo im Galopp vor. Eigentlich könnten wir in der Pause sofort zeigen gehen, aber wir wollten auf Alex warten, die aber schon lange im Vetgate war. Wir haben das aber nicht gemerkt. Daher starte ich 6 Minuten später auf die zweite Runde als Alex. Schon bald haben wir die zwei eingeholt. Kurz darauf bekommt Bibi seinen Einbruch, der uns zwingt im Schritt weiterzumachen. Trotz viel Schritt auf der 25 Km Schlaufe kommen wir auf eine Geschwindigkeit von 14 Kmh. Bibi hat seine dritte Quali geschafft, aber wir setzen hier einen Punkt, und klären zuerst einmal ab was es mit seinen Einbrüchen auf sich hat. Und sowieso machen wir erst weiter mit der 4ten Quali, wenn er auf diese Distanz gefestigt ist.



                    23. August 2008 EVG 2 40 Km Blitzingen Wallis


.........verzweifelt habe ich gesucht, nach einem Groom, der mich ins wunderschöne Goms im Wallis begleitet. Leider vergeblich. So machte ich mich halt alleine auf den langen Weg ins Wallis. Dieses Jahr habe ich von vornherein den Weg via Autoverlad gewählt. Mit vielen Zweifeln ob das wohl gut kommt? Vor einer Woche hatte ich einen bösen Sturz von Kigali.....mein Fehler.......heute habe ich erfahren, dass ein Lendenwirbel gebrochen ist. Ich hatte Schmerzen, und wusste, dass Kigali nervig werden konnte, ich wusste, dass ich nicht vortraben konnte, und ich wusste das Reiten wird nicht angenehm, vor allem nicht im Galopp. Nichtsdetrotz wollte ich mit Kigali die zweite Quali reiten.

...dieses Foto stammt leider nicht vom Wallis, aber etwa so ähnlich haben wir ausgesehen. Nun gut, happy landing in Blitzingen. Paddock aufstellen in strömendem Regen. Es hat übrigens nur dieses eine Mal geregnet. Kigali zeigen gehen, oder soll ich besser schreiben, kleines Monster zeigen gehen? Jemanden finden der ihn vortrabt. Reiten geht, rennen nicht, warum weiss ich nicht. Starterlaubnis bekommen. Den Abend haben wir in lustiger Gesellschaft verbracht, ich hoffe wir haben die Schlafenden nicht zu sehr mit unserem Gelächter gestört.

Der nächste Morgen zeigt sich leicht bewölkt, ein wenig kühl, für mich und Kigali perfekt. Wir starten zusammen mit Sonja Bobsin und ihrer 11-jährigen Tochter auf die erste Runde über 20 Km. Die ersten 5 Km verlaufen na ja, wie soll ich das schreiben? Brems, mal meinerseits, will schliesslich nicht alles in gestrecktem Galopp machen, dann Brems von Kigalis Seite her, sind schliesslich heute überall Monster unterwegs. Aber na dies na spielt sich das ein, und ich finde die perfekte Stelle für Kigali, nähmlich zuhinterst.

...ich bin die Auskunft!In nur 1 Stunde und 12 Minuten sind wir die ersten 20 Km geritten. Sehr schnell, müssen wir aber, wenn wir 15 Kmh reiten wollen. Nun hatte ich ein kleines Problem. Kigali's Nervigkeit wirkt sich auf seinen Puls aus, der will und will nicht auf 64 runterkommen. Vor lauter ich weiss nicht was, schwankt der Puls zwischen 70 und 80, und als die Kutsche kommt geht er auf 100 Pulsschläge hinauf. Na wunderbar. Mit viel Gedütel und beruigendem Zureden brachte ich ihn dann doch noch auf 62 Schläge hinunter innerhalb 8 Minuten. Uff!

Die Pause vergeht sehr rasant, ich sitze bequem in meinem Stuhl, und Kigali bewegt sich fast konstant im Kreis um mich herum. Bei jeder Runde schnappt er nach etwas fressbarem, immerhin frisst er. Flüssigkeit hat er bis jetzt noch nicht zu sich genommen. Auf zur zweiten Runde, ich muss ihn immer noch überreden, dass wir nicht an einem Flachrennen sind. Bobsins, die 4 Minuten vor uns gestartet sind habe ich innerhalb kurzer Zeit wieder eingeholt. Ein kleines Intermezzo in der zweiten Runde. Ich mache Bekanntschaft mit dem sehr harten Boden im Wallis, da Kigali wieder einmal seine Bremse getestet hat in Kombination mit einem Rollback. Ich weigere mich die Zügel loszulassen, denn zu Fuss mag ich nun wirklich nicht gehen. Wieder im Ziel habe ich das selbe Problem wie in der Pause. Aber auch das geht irgendwie. Dank der schnellen Geschwindigkeit sind wir auf dem 4ten Platz gelandet. Fazit: 2te Quali bestanden, fast alles geht wenn man will, aber mit Groom ist alles viel angenehmer.



                       W I R   H A B E N   E S   G E S C H A F F T

.............Danke meine Grooms....Julia, Claudia, Christoph, und dem Fotograf Gerrit,.......   und vor allem  .....               D A N K E     M A Z Z I A    ! ! !

Mazzia am Abend vorher, topfitt, optimal vorbereitet, bereit für das kommende. Ich verbrachte eine schreckliche Nacht in Gesellschaft von ich weiss nicht von wievielen Mücken und eines sehr störenden Schnarchg-geräusches.

Der Satz: Aendere nie was an deiner Ausrüstung vor einem Distanzritt hat sich bei mir bleibend eingeprägt!

Die Anwesenheit eines FEI Richter machten dieses Rennen zu einer Qualifikation für die Rennen über 140 - 160 Km. Also, das Motto lautete, einfach durchkommen, aber nicht letzter werden.

Schlaufen von 2 mal 20 Km, Pause 40 Min, 30 Km, Pause 50 Minuten, da Dopingkontrolle, 30 Km, Pause 50 Min, da Recheck, und 20 Km, waren zu reiten. Bei Km 15 hat es angefangen, Schmerzen, bis Km 60 habe ich durchgebissen, dann konnte ich nicht mehr. Tabletten mussten her, um die Schmerzen erträglich zu machen. Mazzia läuft, egal was ich mache, sie läuft mit mir als Ballast.

Mazzia sieht auch nach 100 Km noch immer fitt aus. Sie erholt sie immer sehr schnell, innerhalb von wenigen Minuten ist ihr Puls immer unter den geforderten 64 Schlägen, einmal sogar Puls 36, nach 6 Minuten? Die Hitze fordert ihre Opfer, vor allem im 90er Rennen, fast zweidrittel der Pferde wurden eliminiert, hauptsächlich wegen zu hohem Puls. Wir wissen, warum wir wir nicht schnell reiten, bei sehr harten Böden, und 30 Grad Celcius!

.....auf der dritten und schnellsten Schlaufe. Mazzia ist mehr oder weniger alles galoppiert, fast immer voraus,  dem Bach nach im Limpachtal. Auf dieser Schlaufe wurde mir so herrlich schlecht, was haben die anderen Reiter wohl von meinen Geräuschen gehalten? Ich wills eigentlich gar nicht wissen! Meine Grooms unterstützen mich wo sie können, motivieren mich, und Mazzia läuft.

Die letzten 6 Km sind härter als man denkt, vor allem wenn man Krämpfe hat, heute bleibt mir nichts erspart, aber....Mazzia läuft, und sie läuft sehr gut...Mazzia hatte am Schluss die schnellsten Vet-in-Zeiten, sowie den tiefsten Puls, und sie wirkte, ja jetzt ein wenig müde, aber das darf sie ja auch, nach 120 Km !

Die Pausen dazwischen waren sehr wichtig, und in dieser Zeit wurden wir optimal versorgt. Mazzia frisst und trinkt hervorragend. Ich selber habe ca. 5 lt getrunken.

Als zweite sind wir über die Ziellinie geritten, nach 11 Minuten sind wir zeigen gegangen, Puls 45, Reitzeit 9, 5 Stunden, wir haben geschwitzt, gekämpft, haben durchgebissen, dank der Motivation meines Teams. Ich bin stolz, nicht auf meine Leistung als Reiter, aber auf meine vorbereitende Arbeit von Mazzia, auf Mazzia selber, und auf mein Team.  Von links nach rechts, Claudia Z., Christoph, Mazzia, Claudia B., Julia und  Gerrit.                         Ich bin stolz auf unsere Leistung !


                         5. Juli 2008 Hüntwangen   EVG 1   26 Km

Anders als geplant starten wir, ich auf Kigali und Pascale auf Bibi das EVG 1. Das CEN ** wurde aufgrund zuwenig Anmeldungen abgesagt. Für Kigali seine erste Qualifikation, für Bibi ein Test wie es läuft nach seinem Ausfall beim letzten Ritt, und gleichzeitig als Training.

Kigali beim Vortraben. Für das allererste Mal benimmt sich Kigali hochanständig bei der Vorkontrolle. Wir starten in einer Dreierformation. Der 5-jährige Jabbar aus dem Raimeux begleitet uns mit Judith als Reiterin. Auch für ihn der erste Distanzritt. Kigali und Jabbar laufen die ersten 5 Km als würden sie gejagt werden. Nicht angenehm für die Reiter. Na dies na spielt sich dann die ganze Sache ein. Bei Km 15, man glaube es oder nicht verliert Kigali ein Eisen. Für mich das dritte Mal in diesem Jahr, und das bei drei gestarteten Ritten  (.................)  ohne Worte, denn die waren nicht sehr anständig.

Ich schickte Pascale und Judith ohne mich weiter, und machte mich zu Fuss auf den Weg zum nächsten betreuten Wasserpunkt, wo mich der Schmid schon erwartete. Dank der guten Organisation von Christoph. Die Hitze setzte mir sehr zu, bin ich doch absolut nicht hitzetauglich. Das Tempo das Kigali im Schritt laufen wollte, stimmte mit meinem Tempo auch nicht überein. So verlor ich ca. 15 Min auf meine Mitreiter. Ja, und nun Vollgas oder nicht? Kigali nahm mir diese Entscheidung ab. Ich bestimmte nur noch die Gangart, und er das Tempo.

2 Km vor dem Ziel habe ich dann meine Mitreiter eingeholt. Nun nur noch den Puls genügend senken, nach unserem Marathon und dann zeigen gehen. Bei Bibi Puls 45, bei Kigali 48, und bei Jabbar Puls 52. Gänge gut, 1 Quali bestanden!  Kigali hat sich als Renntauglich erwiesen, und als ehemaliges Showpferd machte ihm der ganze Trubel nichts aus.

                 21. Juni 2008 Vittel Frankreich 119 Km  ( als Groom )


Wie sagt man so schön: "Learning by doing", nun in meinem Fall sollte es eher heissen: "Learning bei (nicht) doing, aber trotzdem learning. In dieser Sportart lernt man am besten indem man als Groom mitgeht, und nicht selber reiter, man lernt was man besser nicht machen soll, vor, während und nach dem Ritt, und natürlich auch wie es richtig gemacht wird!

Für Alexandra Frey und der Stute Joy sollte es das erste internationale Rennen sein als Paar. Die Kurzfassung dieser Geschichte hier nur stichwortartig: Mittwoch Anreise nach Frankreich, nach 5 Stunden Fahrt Ziel erreicht, Joy frisst nicht, macht komische Kopfbewegungen, Tierarzt innerhalb einer Stunde zur Stelle, Diagnose Schlundverstopfung, Sedation notwendig, (gilt als doping) Trotzdem hat Alex noch zwei Tage ausgeharrt mit der Hoffnung doch noch starten zu können. Leider war dies nicht der Fall, und Alex verlässt fluchtartig und überaus entäuscht das Gelände. Ich bin geblieben, und habe meine Hilfe angeboten, Sonja Bobsin auf Jezabel hat diese Hilfe gerne angenommen. Und nun hier der Bericht über:

                            Die Wasserschlacht in Vittel:

6.30 morgens geplanter Massenstart. Der verzögert sich um 15 Minuten, da zwei Reiter von ihren nervösen Pferden abgeworfen wurden. Groom zu sein bedeutet Stress. Reiter vor dem Start beruhigen, dann fluchtartig ins Auto hinein, Groompunkt anfahren, Reiter abpassen, Pferd kühlen,und tränken und aufpassen dass man nicht von anderen Reitern überitten wird, Reiter ermuntern und weiter zum nächsten Groompunkt.

Ab ins Ziel zum ersten Vetgate , Wasser auffüllen, Reiter abwarten, Pferd schnell und effizient kühlen um den Puls zu senken. Pferd vorführen, Reiter und Pferd in der Pause versorgen, Pferd satteln, Reiter aufs Pferd und alles wieder von vorne.

Sonja reitet im Mittelfeld auf dieser sehr anspruchsvollen Strecke, wir steigern uns jeweils mit den Vet'in Zeiten von Vetgate zu Vetgate. 7 Schweizer sind gestartet. Schon nach dem zweiten Vet Gate befinden sich nur noch 4 Schweizer auf der Strecke. Einer büsste zuviel Zeit ein durch zweimaligen Eisenverlust, einer musste aufgeben, da das Pferd schief lief, bzw. lahmte, einer stieg aus weil der Puls zu hoch war. Sonja befindet sich mittlerweilen auf der dritten Runde. Die Temparatur liegt bei ca. 30 Grad, und all meine freiliegenden Hautpartien werden immer röter.

Im dritten Vetgate nach der dritten Runde wird ein Recheck verlangt. Nur wer fitt genug ist und den sogenannten Ridgeway Test besteht wird auf die vierte Runde entlassen. Ich halte regen Kontakt per SMS mit Alexandra um sie über den Rennverlauf orientiert zu halten. Schon bald bemerken wir die Paralele zu den zehn kleinen Negerlein, und ja, da warens nur noch zwei. Zwei weitere Schweizer scheiterten im dritten Vet Gate. Einer wegen metabolischen Problemen, und einer beim Ridgeway Test.

Sonja befindet sich auf der letzten Runde, durch Eisenverlust auf der dritten Runde hat sie viel Zeit eingebüsst. Aber immer noch wacker und guten Mutes traben die zwei voran. Bei jedem Groompunkt feuern wir die zwei an und versichern ihnen, dass sie es schaffen werden, und sie schaffen es. Jezabel blüht auf den letzten 7 Km richtig auf. Und nun alles geben, kühlen, massieren, führen, alles damit der Puls runter geht, und unten bleibt....

.........und damit Jezabel nicht steiff wird, und locker vortraben kann in der Schlusskontrolle. Thomas trabt Jezabel vor. Kleine Diskussion bei den Tierärzten, ein zweites vortraben wird verlangt. Oh nein, das bedeutet nichts gutes. Doch dann, Daumen wird hoch gehalten.           Geeschaaft!!!!     Die Wasserschlacht in Vittel wird mir lange in Erinnerung bleiben, als mörderischheisses Rennen, mit vielen Eindrücken auf internationalem Niveau.


        17. Mai 2008      "Fehraltorf"     EVG 3    60 Km

......ich blicke zurück nach Fehraltorf mit einem lachendem und einem weinenden Auge

Freitag nachmittag kurz vor 16.00 Uhr. Der Bus ist beladen, alles ist gepackt, der Anhänger bereit für die Pferde. Mazzia steht bereit zum einsteigen, Bibi ist noch angebunden. Da passiert es: Bibi reisst am Strick zurück, keine Ahnung warum, der Strick reisst, der Karabinerhaken fliegt mit voller Wucht gegen meine vorgreifende Hand. Aua, war alles was ich sagen konnte, dann verschlug es mir vor lauter Schmerzen die Sprache, und das braucht viel bis ich soweit bin, dass ich nichts mehr sage!

....ja, und das ist der Grund warum nicht ich, sondern Pasquale auf Bibi sitzt. Einhändig lässt es sich, vor allem auf Bibi, schlecht reiten. Pasquale kann sicher nach diesen 60 Km auch ein Liedchen davon singen, was Bibi so alles mit seinen Beinen anstellen kann. Hier kurz vor dem Start, Bibi in voller Konzentration auf das Kommende, sogar die Zunge ist ganz entspannt.

  • Wir verbrachten den Abend bei gemütlichem Beisamensein und Grillieren.
  • Samstag früh trafen dann die Reiter, Laura für Mazzia, und Pasquale für Bibi ein.

Morgens um 9.00 Uhr Massenstart, der Erste für alle Beteiligten. Ach wie ist es schrecklich als Groom tätig zu sein, und nicht selber zu reiten. Vor allem in Fehraltorf, wo es betreute Groompunkte gibt, und daher nichts als warten muss. Die Warterei beginnt. Nach ca. 1 Std und 52 Min. sind die ersten Reiter vom EVG 3 in Sicht. Pasquale und Laura sind nicht dabei. Zum Glück nicht, das wäre viel zu schnell. Nach weiteren 5 Minuten, sind die zwei dann auch im Ziel. Sofort kühlen, Sattel ab, pulsen, und das bei zwei Pferden. Wir konnten dann auch sofort zeigen gehen, Puls schon bei 48 bei beiden, und das nach nur 7 Minuten, inkl. Weg ins Vet Gate.

  • Die 40 Minuten Pause vergehen wie im Fluge.
  • Start in die zweite Runde, nachdem Lauras schmerzende Hände,
  • alles voller Blasen, versorgt waren. Mazzia beweist mehr Kampfgeist als
  • vermutet, und das auf den ganzen 60 Km.

Und nun hies es warten und hoffen, ob sich Pasquales Reittechnik bewährt. Ziel ist es genau 4 Stunden zu reiten. Bibi ist dazu in der Lage, hat er schon bewiesen, und Mazzia sowieso.

Nach drei Stunden und 53 Minuten kommen schon die ersten EVG 3 Reiter in Sicht. Viel zu früh. Mazzia und Bibi zum Glück nicht dabei. Alle Reiter bekommen massive Strafpunkte, da zu schnell. Ah, da kommen sie, zuerst noch im Schritt. Ein Blick auf die Uhr bestätigt mir, da kommt sehr gut. Ich fiebere mit, auf den letzten paar Meter dann noch ein wenig Trab und Galopp. Laura hat es geschafft, genau 4 Stunden zu reiten. Pasquale auf 16 Sekunden genau. Jetzt nur noch die Kontrolle, pulsen und traben. Bei Mazzia alles tip top, Puls bei 42, auch Bibis Puls ist gut, bei 49, aber leider gibt Bibi hinten links an, und wird elliminiert. So schade! Das ist mein weinendes Auge. Dafür lacht es bei Mazzia und Laura. Die Zwei haben sich ihren 1. Rang mehr als verdient.

  • Die Ursache für Bibi's Auscheiden haben wir relativ schnell herausgefunden.
  • Ein Ast war der Uebeltäter, er hinterlies neben einer kleinen Wunde
  • auch eine kleine Schwellung, die aber erst am nächsten Tag sichtbar war.

Damit ist immer zu rechnen. Das war Bibi's zwölfter Start, und bis anhin ohne Ausfall. Er hat auf jeden Fall bewiesen, dass er 60 Km ohne Probleme in diesem Tempo laufen kann, und er ist schliesslich noch jung, wir haben alle Zeit der Welt. 

.......nächster Ritt   5. Juli 2008 120 Km in Hüntwangen, mit Mazzia!





                  20. April 2008     "Gossau ZH"      EVG 2   55 Km

Sooo viele gemeldete Reiter mit ihren Pferden in Gossau auf soooo engem Raum....kommt das wohl gut? Dies waren meine Gedanken, als ich die Startliste studierte.

Nach zwei Stunden Fahrt kahmen wir gut und vor allem pünktlich in Gossau an. Die Vorkontrolle verlief eigentlich tadelos bis auf klein Mazzia die wieder ein wenig ins Schlottern kam, und mit Puls 56 sehr hoch war. Der Start erfolgt ruhig. Hier in Begleitung von Uta auf Galiha, die nach einer jährigen Babypause ihr Comeback hatte.

Mein grosser frecher Bube hat auch in Gossau das Bocken nicht verlernt, und zeigt den Mitreitenden was für schöne Cabriolen er machen kann, fast bis Km 30!

bääh, mag nicht fressenMein Schatz Christoph betreut uns mit der gewohnten Zuverlässigkeit. Mazzia findet wohl das Rüebli bääh, und in der Tat muss man die kleine Mimose manchmal übereden zu fressen.

  • Nach 35 Km die erste Pause. Schon nach 5 Minuten konnten wir Mazzia und
  • Bibi im Vet Gate präsentieren. Bibi vorne links ohne Eisen, (haben wir beim
  • Zieleinlauf verloren) trabt vor als wäre nichts. Die Pause verbrachten wir beim Schmid, damit wir mit 4 Eisen auf die letzte 20 Km Runde konnten.


Mazzia frisch, Bibi ein wenig müde von seiner Bockerei, so ritten wir die 55 Km zu Ende.

So, Mazzia hat ihr Nervenkostüm endlich unter Kontrolle. Ihr Schlusspuls von 38 verschafft ihr den 4ten Platz von 29 Gestarteten. Gradios! Bibi musste unbedingt "Pipi" nur hat er sich vor dem TA geschämt und damit bis nach der Kontrolle gewartet. Aber wie geschrieben, war das nur Training, und wir sind mit dem 12ten Platz sehr zufrieden. Uebrigens, haben sich meine Bedenken zum Glück nicht erfüllt, alles verlief gut und relativ ruhig trotz grossem Gedränge im Groomplatz und zeitweise aufgeregten Hengsten!

......nächster Ritt     17. Mai in Fehraltorf   dritte Quali für Bibi und zugleich dritte Quali für Laura!

 

             12. April 2008    "Rund ume Wisebärg"     EVG 1    32 Km

Heute ist der Tag der vielen kleinen Missgeschicke........

Für Abdulla und Mazzia sollte war das ein Training für die kommenden Ziele......!

Auf dem Bild:               Warten auf die Vetkontrolle

7.15 Uhr morgens. Jetzt sollte ich unterwegs sein, unterwegs nach Rünenberg. Aber was mache ich noch hier im Bett? Ganz klar, veerschlaafen!! Zum Glück wurde am Abend vorher schon alles bereit gemacht, so konnte ich in der Tat nur noch in die Kleider hüpfen, Bibi und Mazzia einsammeln in den Hänger schmeissen und loooos!!!!     Na ja, oder so ähnlich!!

Jedenfalls konnten Laura und ich rechtzeitig starten, obwohl ich Heldin die Info's nicht genau studiert, und den Start an einem anderen Ort vermutete......!

Während wir Reiter auf diesem ersten sehr anspruchsvollen Ritt unterwegs waren.....Bibi hat übrigens dieses Mal nur die ersten 15 Km gebockt...haben unsere fleissigen Grooms liebevoll alles hergerichtet. Merci an Renata und Jessica.

Bibi und Mazzia ergänzen sich gut, und laufen abwechlungsweise mal vorab. Nach ca. 23 Km dann ein weiteres Missgeschick. Bibi verliert ein Eisen, und noch 9 Km bis ins Ziel. Der Schmid war wirklich sehr schnell zur Stelle, trotzdem ging viel Zeit verloren.

Laura hat sich wirklich sehr tapfer geschlagen. Sie hatte ziemlich Probleme mit ihren Knöcheln, Sattelbedingt. Müssen, und werden wir ändern, gäu Laura, damit du ohne Schmerzen traben kannst.Im Ziel dann hat Mazzia sofort angefangen zu schlottern. (kalt,nerven?) Ihr Puls war in der Schlusskontrolle dann auch entsprechend hoch. Bibi nahm das alles locker, eben richtig Bibilike. Er hat schliesslich zwei Gesichter.  Wir lächeln trotz den vielen kleinen Missgeschicken, denn wir sind durchgekommen, mit gesunden und fitten Pferden.

.....nächster Ritt    20.4.08   Gossau ZH EVG 2



                    Rückblick Distanzsaison 2007                                            

.......ich vertraue Dir und Du vertraust Mir. Wir sind ein Team. Unser Motto für's 2007 "Kopf hoch und immer  voran" hat sich bewährt. Abdulla mein 6-jähriger hier bei Saisonschluss in allerbester Verfassung.

Wir sind zusammen geflogen und haben gekämpft. Gekämpft um gute Klassierungen. Haben zusammen ein Aufholmanöver vom schönsten gemeistert, und waren immer klassiert und bei den Rennen immer unter den Top Ten. Mazziado Barthas unser Ueberflieger. "Flieg Mazzia Flieg"....auch bei Saisonschluss immer noch voller Schwung und Elan!

Ein Ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Mir kommt es vor als ob ich erst die Saisonplanung gemacht hätte. Das Jahr 2007 bleibt dem El-Manis in bester Erinnerung. An dieser Stelle möchte ich gern all denen Danken, die es mir möglich machen diese faszinierende Sportart auszuüben. An erster Stelle meinem Lebenspartner und Groom Christoph. Ohne deine stetige Unterstützung in allen Belangen wäre ich ziemlich verloren. Meiner Mitreiterin Julia. Durchs ganze 2007 hat sie mitgeholfen die Pferde zu trainieren. Während meinen Abwesenheiten hat sie die Pferde im El-Manis betreut, und mich mit ihrem Humor und Optimismus immer wieder motivert. Ein spezieller Dank gebührt auch Erna Lüdi aus dem Pferdeparadies Raimeux. Ich danke dir Erna, dass Du soviel Vertrauen in mich setzt. Wir werden Dich auch im 2008 nicht entäuschen. Euch Allen......D A N K E !

Ohne Helm, ohne Sattel und ohne Zaumzeug. So starten wir nicht an den Distanzritten. Da wären wir schon von Anfang an disqualifiziert. Wegen Nichtragens des Helms. Abdulla wurde an 6 EVG's gestartet. Er lief über eine Distanz von 227 Km. Immer klassiert. Im "Nick Streiff Cup" wurde er, nicht zuletzt aufgrund doppelter Punktezahl im Tessin und im Wallis, auf dem 4ten Platz klassiert. So oder so, eine grandiose Leisung !

Eine grosse Herausforderung haben wir an uns gestellt. Ziel war alle Quali's zu reiten. Ich kann da nur sagen: Ziel vollumfänglich erfüllt. Mazzia und ich haben im 2007 zusammen 356 Km zurückgelegt. Wir sind auf dem Weg zu neuen Herausforderungen im 2008 !


                             Unser Motto für's 2008


             Zufriedene Pferde            =              Zufriedene Reiter





A  C H  T U  N  G    D I ST AN Z REI TEN   MACHT  S  Ü CH  T  I G   !  !  !


                                Distanzsaison 2007

           Aktuelle Rittberichte ab 1.4.07 sind aufgeschaltet

Christoph, unser Groom, mit seiner Stute Pila. Seit Anfang Februar hat das El-Manis Team wieder mit dem Training angefangen. Nun gilt es die Pläne die gemacht wurden in die Tat umzusetzen. Erster Termin ist Claro. Abdulla und Joshua werden zusammen ein EVG 2 über 55 Km bestreiten. Für Abdulla bedeutet das seine zweite Qualifikation, für Joshua und Barbara ist es ein Training.

                        1.April 2007 Claro 55 Km

3  -  2  -  1   und go......

....nein, nein, soo sind wir nicht gestartet !! Hier beim ersten Groompoint nach 9 Km wo Bibi noch voller Elan unterwegs war. Die ersten 30 Km hat er seine überflüssige Energie mit Bocken verpulvert...

start zum saisonauftakt in claro..Einmal mehr in Claro zum Saionauftakt im 2007. Anstatt Sonnenschein ist es regnerisch und windig. Für uns Distänzler gutes Wetter. Joshua und Bibi schwitzten kaum und so mussten wir sie auch nur minim kühlen...

..Joshua mit seiner Reiterin Barbara läuft sehr regelmässig und konstant. Das kann man von Bibi nicht unbedingt behaupten. Er ist nach wie vor im Flegelalter und stellt die Sattelfestigkeit der Reiter gerne auf die Probe...

....nein, nein..wir sind noch nicht im Ziel. Hier auf den ersten 40 Km bei Groompoint 3 greift Barbara schon von weitem nach der Wasserflasche.     Joshua und Bibi sind die Strecke von 55 Km mit einer Geschwindigkeit von 14 Kmh gelaufen, und sind auf dem 5ten und 6ten Platz rangiert worden. Bibi hat somit seine 2te Quali bestanden. Vielen Dank noch unseren Grooms Christoph und Claudia, ohne euch wäre alles nicht so einfach gewesen...

ohne Knieanschlag....ja, herzliche Gratulation an Barbara. Sie hat es diesmal geschafft ohne ihr Knie anzuschlagen den Slalom im Tessin im Galopp zu reiten.......!!! Das ist übrigens ganz und gar nicht so einfach, man beachte den schmalen Weg, und wie eng die Bäume stehen........

.....3 Km vor dem Ziel führte uns der Weg noch über eine lange Brücke in schwindel-erregender Höhe. Zum Glück sind unsere Pferde verkehrssicher, da kein Platz für Aus- weichmanöver blieb. Ciao Claro bis im Herbst.

Gossau ZH 22.4.2007

Dieser Ritt erinnerte mich ein wenig an Messen SO vom letzten Jahr. Warum? Es war nicht ganz so heiss wie in Messen, aber ich holte mir trotzdem einen Sonnenbrand. Der kleine Unterschied dazu ist: In Messen holte ich mir einen Sonnenbrand da ich keine Creme eingestrichen hatte, in Gossau holte ich mir einen Sonnenbrand obwohl ich mich eingestrichen hatte. Wo ist jetzt da ein Unterschied??

voruntersuchungMit von der Partie war: Mazzia....., hier bei der Voruntersuchung für die gemeldeten 35 Km....

baba beim start....dabei war auch Joshi mit Barbara...hier beim Start...! Mazzia war rossig, Josh fühlte sich als Hengst..beide hat das Rennfieber gepackt, jeder wollte schneller sein.

Die Reiter....wir...haben sich aber nach 20 Km durchgesetzt, und sind die restlichen 15 Km ein wenig gesitteter durch die Gegend getrabt, so dass wir am Schluss einen guten 13er Schnitt verbuchen konnten.

ruhig unterwegsDie Schlusskontrolle ist ein Thema für sich. Stichwortartig nur ein paar Worte dazu: Mazzia rossig, Hengst (ein richtiger) daneben, Josh fühlt sich immer noch als Hengst (obwohl keiner) Fiasko beim Pulsnehmen, Werte entsprechend hoch....muss ich mehr schreiben....?! Trotzdem, Ritt in der Wertung beendet, alle Werte i.O, von 72 Gestarteten immer noch auf Rang 33 und 44 platziert....hüstel, hüstel...hätte schlechter können sein :-)


                                   5. Mai Diesse JU

Was für ein Pech......der Wettergott meint es gar nicht gut für diesen Ritt. Regen und Schlamm. Zum Glück habe ich ein trittsicheres Pferd unter mir.

Abdulla (Bibi) hatte was die Voruntersuchung anbelangt einen ziemlich deftigen Rückfall. 4 x vortraben wurde verlangt, und das in Gummistiefel die mir erst noch zu gross waren. Vom Pulsnehmen will ich gar nicht reden..!!  Entsprechend fühlte ich mich schon vor dem Ritt ziemlich erschlagen. Bibi schien es ähnlich zu gehen, denn sobald wir auf der Strecke waren, hatte ich absolut keine Probleme mehr. Kein Bocken, kein Kopfwerden....ich machte mir schon Sorgen ob er wohl krank sei ??

Any way...die 30 Km legten wir in einem knappen 13er Schnitt zurück. (Zum Teil im Nebel) Die Nachkontrolle lief zum Glück sehr gut ab. Wir belegten den 15ten Rang von 22 Gestarteten.

                            19. Mai 2007 Fehraltorf

Nach dem regnerischen und kühlen Diesse war diesmal wieder heisses Wetter angesagt. Fehraltorf wie letztes Jahr mit betreuten Groompoints, so dass es für unsere Grooms fast ein wenig langweilig war, so langweilig, dass sogar die Fotografierei vergessen ging, oder zumindest fast.

Hier beim Zieleinlauf nach 30 Km. Barbara auf Joshua, meine Wenigkeit auf Mazzia. Leider kam für Joshi schon nach 30 Km das aus, da er bei der Zwischen- kontrolle lahmte. Barbara merkte schon auf der Strecke, das da irgendwas nicht just war, und hätte ihn auch ohne diesen Befund zurückgezogen, denn das Wohl der Pferde steht immer an erster Stelle!

Nun fehlte mir auf der zweiten Runde der gemeldeten 51 Km mein Zugpferd.

...und fahren wir endlich?Mit den schlimmsten Befürchtungen, dass Mazzia nun nicht mehr laufen will, startete ich auf die zweite Runde über 21 Km. Und siehe da, Mazzia lief wie am Schnürchen. Jaa.... ein wenig langsamer als geplant,so dass wir die angestrebten 15 Kmh nicht schafften. Aber man bedenke, auf den ganzen 21 Km kamen uns alle Reiter entgegen, das erinnerte mich stark ans Wallis letztes Jahr, da hatten wir die gleiche Situation, ansonsten waren wir mutterselenallein unterwegs.

Schlusskontrolle.......ein Gebet zum Himmel, dass der von Mazzia ach so gefürchtete Traktor nicht wie bei der Vorkontrolle direkt vor dem Vetgate am Heu wenden ist. Das Gebet wurde erhört......Alles lief perfekt, alle Werte tip top.......Fazit: Von 20 Gestarteten auf dem 6ten Platz....Yeah !!

                        9. Juni 2007 37 Km Uerkheim

Sehr anspruchvolles Gelände in Kombination mit heissem schwülfeuchtem Wetter machten diesen Ritt zu einer Herausforderung für meinen erst 6-jährigen Abdulla.

Wir waren hauptsächlich alleine unterwegs, und das machte es auch nicht einfacher. Bibi war ein wenig unmotiviert mit wenig Vorwärtsdrang, ausser andere Reiter waren vor uns. Bibi präsentierte sich ungewohnt ruhig und locker bei der Vorkontrolle. Aber ich will mich nicht beklagen. Alle Werte i.O. Puls bei 40.

Die Strecke legten wir in einem Tempo von 12,85 Kmh zurück. Die Nachkontrolle verlief auch tadellos, nur wollte er nicht mehr so recht vortraben. Motivation gleich null. Ich hatte irgendwie das Gefühl ich hätte am Morgen das falsche Pferd mitgenommen!!

Bibi konnte sogar eine geschlagene Stunde stillstehen, ohne sich zu bewegen, so dass wir den Schatten und ein kühles Bier geniessen konnten. Anschliessend genoss er das kühle Wasser im Bach, zusammen mit meiner Tochter Patricia aus Amerika. Obwohl er so lasch, und ganz und gar nicht "Bibilike" war, (oder vielleicht gerade deswegen,) wurden wir auf dem 13ten Platz von 30 Gestarteten klassiert.

                30. Juni 2007 Rennen über 60 Km  Messen SO

.......alle guten Dinge sind drei

Geführter Massenstart um 8.30 Uhr. 18 Startende Für Mazzia der dritte Anlauf um die dritte Quali zu bestehen! Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Auf der ersten Runde über 30 Km ritt ich in einer 5er-Gruppe ein angemessenes Tempo. Da nach Zieleinlauf die Reitzeit weiterläuft waren wir bemüht so schnell wie möglich zu zeigen. Wir schafften es in 9 Minuten und ein paar Sekunden. Die zweite Runde starteten wir alleine, da ich in unserer Gruppe am schnellsten war. Mazzia war nicht gewillt im gleichen Tempo alleine weiterzulaufen. Daher lies ich mich wieder einholen. Durch die Gruppendynamik war die Lauffreudigkeit sofort wieder da. Wir beendeten das Rennen über 60 Km in 4 Std 12 Min 43 Sek, und wurden als 8te klassiert. Mazzia bewies auf den letzten 3 Km dass sie noch reichlich Reserve hatte. Puls, Gang und alle anderen Werte waren tip top, besser hätte es nicht sein können. Auch am Tag danach zeigte Mazzia dass sie in keiner Weise müde war. Ein voller Erfolg für Mazzia und mich.


                             4. August 2007 Frauenfeld

Bei schönstem Wetter machten wir uns um 6.30 Uhr morgens auf den Weg nach Frauenfeld. Ich habe Joshua für das EVG 2 40 Km angemeldet. Sein letzter Distanzritt im El-Manis.

Ein paar Minuten vor 10.00 Uhr starteten wir alleine auf die erste Runde über 30 Km. Nach ein paar Kilometer holten wir eine Reiterin ein. Die Kilometer flogen nur so bei anregenden Gesprächen. Silvia ritt ihre Stute "Lava",  man hatte wirklich das Gefühl sie wäre aus einem Vulkan ausgebrochen, so viel Energie hatte dieses Pferd, eine Berber-Araber Stute.

Schon bald merkten wir, dass etwas mit den Kilometerangaben nicht stimmen konnte. Bei Km 8 sollte der erste Groompoint sein, von wegen, der tauchte erst nach über 10 Km auf, ich weiss das so genau, da ich mit GPS reite.

nach 30 KmJedenfalls wurde aus den ersten 30 Km über 34 Km. Schon nach 5 Minuten gingen wir ins Vetgate da die Reitzeit weiterläuft. Wir bekamen das ok für die zweite Runde über 10 Km, aber zuerste eine Pause von 40 Minuten, um Durst, Hunger und andere Bedürfnisse zu stillen.

Ich startete zwei Minuten vor Silvia, mit der Absicht mich von ihr einholen zu lassen. Irgendwie aber bin ich anstatt rechts links geritten, und sie hat mich überholt ohne dass sie es merkte. Ich ritt dann eine Weile mit Alexandra auf Joy, bevor ich mich ans Aufholmanöver machte.

Ca. 4 Km vor dem Ziel holten wir dann die immer noch überschäumende "Lava" ein, um zusammen ins Ziel zu reiten. Aus den 10 Km wurden dann noch 13,5 Km, so dass wir anstatt total 40 Km , 47,5 Km geritten sind. Leider konnte ich die angestrebten 15 Kmh nicht reiten, da die Strecke länger war als vorgegeben. Joshua hat seinen letzten Ritt unter mir hervorragend gemeistert, er wurde auf dem guten 12ten Platz klassiert, und wer weiss vielleicht sehen wir ihn als unseren Konkurrent am einten oder anderen Distanzritt wieder !

             Limmattal 1. / 2. Sept. 2007 EVG 1 34 Km  Cen ** 84 Km

Ideales Wetter für uns Distänzler. Nicht zu heiss, kein Regen und vor allem keine Bremen mehr.

Ein Wochenende, das akribisch genau organisiert werden musste, da ich mit zwei Pferden startete. Mit Bibi (Abdulla) startete ich am Samstag das EVG 1 über 34 Km. Bei der Voruntersuchung war insofern alles i.O, bis auf das Vortraben. Irgendwie war Bibi unregelmässig, und schief. Wir, bzw ich, konnten uns einfach nicht erklären warum? Nach drei mal vortraben erhielten wir die Erlaubnis zu starten, da er nicht lahm ging, sondern einfach schief war.....

....so machten wir uns auf den Weg zum Start. Die 34 Km verliefen über recht anspruchvolles Gelände. Immer wieder stetig bergauf und bergab. Die Strecke beinhaltete aber auch schöne lange geraden Strecken, in denen man ein wenig Tempo machen konnte.

Hier der Start zusammen mit Pascal und Oussoulane, und Dominique aus Frutigen. Wir drei ritten die Strecke in 2 Std 56 Min. und ein paar Sekunden, in der Annahme das sei korrekt so. Leider mussten wir uns belehren lassen, dass wir mit den Zahlen etwas durcheinandergebracht haben, und fast eine Minute zu schnell geritten sind. Trotzdem wurden wir alle klassiert, die einen besser als die andern. Tja !! Ach ja, und Bibi lief am Schluss fast gerade !! 

Sofort nach Beendigung des ersten Rittes hies es für mich Bibi verladen, zurück ins El Manis, Bibi raus....( ich hatte natürlich jemanden, der ihn noch versorgte ) Mazzia rein...(auch sie schon geputzt wie es sich gehört ) und wieder zurück nach Neuenhof.

Die Preisverteilung vom EVG 1 verpassten wir, und so erfuhr ich ein wenig später, dass wir trotz massiver Zeitüberschreitung auf dem 20igsten Platz klassiert wurden. Das Paddock von Mazzia war schnell aufgebaut, und sie begutachtete auch alles genaustens, bevor sie sich über das saftige Gras hermachte. Wir konnten noch ein feines Raclette geniesen bevor wir uns in unser gemütliches Bett (in der Tat obergemütlich) zurückzogen.

Viel zu früh klingelte der Wecker.  Mazzia wurde gefüttert, wir erhielten ein Café und Gipfeli . Satteln, warmreiten, und dann schon der Massenstart. Die Luft ist kühl, Mazzia ist frisch und wir reiten zügig voran.

Die Strecke verlief über 25 Km 34 Km und nochmals 25 Km. Die erste Runde ritten wir sehr schnell. Reine Reitzeit über 16 KMH, und das in nicht flachem Gelände ! Pause ! Alle Werte tiptop. Nur Mazzia frisst nicht. Zweite Runde. Mazzia läuft konstant trotz den vielen Höhenmetern. Immer noch Tempo von fast 14 KMH. Vetgate. Ja...das Nichtwollenfressen von Mazzia rächt sich jetzt. Ein Re Check wird verlangt, da die Darmgeräusche nicht mehr hörbar sind. Schei.........!!!! 10 Min vor Start noch mal zeigen. Darmgeräusche ein wenig besser, aber noch nicht so, dass ein Tierarzt alleine entscheiden kann. Und so wieder das Prozedere von bis zu drei Tierärzten. Der Entscheid dann: Ihr dürft weiterreiten, da sonst alles perfekt ist, aber....(ernster Blick von Tierarzt) sofort absteigen falls ein Leistungsabruch entsteht. (            O   K             )

..und so auf in die dritte Runde über 25 Km. Diese Runde war mittlerweilen bekannt. Wir ritten, sagen wir mal mehr gemütlich als schnell bis zum letzten Groompoint. In der Annahme der dritte oder vierte Platz sei uns sicher durch den Abstand den wir hatten. Jaa, so kann man sich irren. Unser Groom, Christoph macht uns 5 Km vor dem Ziel darauf aufmerksam, dass die Konkurrenten nur noch knappe 2 Minuten hinter uns waren. Gut dann halt aufs Gas...und Mazzia erstaunte mich wieder einmal was für Reserven sie noch hatte. Er reichte sogar noch für ein Finish, den wir leider verloren, aber uns trotzdem den dritten Platz in diesem Rennen sicherte. Mazzia hatte nach 84 Km mit einem Durchschnittstempo von 14,7 KMH in sehr anspruchsvollem Gelände einen Schlusspuls von 44 Schlägen nach 15 Minuten, und ihre Darmgeräusche und auch alles andere war einfach suuuper !!!  ( Sie hat gesoffen wie ein Weltmeister, und auch ihr Appetit kehrte wieder zurück) Mazzia hat nicht nur ihre vierte Qualifikation bestanden, sondern auch noch eine super gute Platzierung geholt.

              22. September 2007 Goms Wallis EVG 1 30 Km

Freitag 21. Sept. Alles ist bereit für die Fahrt ins Goms. Nur noch Abdulla (Bibi) von der Weide holen, verladen und ab nach Belp um Joshua mit Michelle aufzuladen.

Wir entschieden uns über die Grimsel zu fahren. Nach 4 Stunden erreichten wir unser Ziel das wunderschöne Goms. Das Paddock war schnell erstellt. Julia und Michelle bewegten die Pferde noch 1 Stunde nach der langen Fahrt.

Die Nacht war empfindlich kühl mit Minustemparaturen. Ich konnte mich im Bus mit Standheizung nicht beklagen, hatte aber ganz viel Mitleid mit all denen die in Zelt und Hänger übernachteten......!

Die Voruntersuchung am nächsten Morgen verlief tadellos. Die Sonne wärmte immer wie mehr, so dass ich beim Start im T-shirt starten konnte. Die 30 Km verliefen wie im Flug. 15 Km hin und 15 Km zurück. Auf teils hartem Geläuf, aber sonst einfach wunderbar. Bibi hat wohl ein gutes Erinerungsvermögen. Letztes Jahr setzte er seine Reiterin bei Km 18 ab, und man glaube es oder nicht, aber an genau derselben Stelle hat er es wieder versucht, und gebockt. Da ich Bibi gut kenne merkte ich es frühzeitig, und blieb daher auf seinem Rücken.

Ja, ja...Bibi nach wie vor ein Lausbub ohnegleichen. Bei der Nachuntersuchung auch alles tip top. Leider, wirklich leider.....störte die Lautsprecher- durchsage sehr beim Pulsnehmen. Beide Köpfe flogen nur so in die Luft.....!!

Michelle war sehr zufrieden mit Joshua und seiner Leistung. Sie wurde auf dem 7ten Platz klassiert und freute sich sehr über ihre erste bestandene Qualifikation.

Ich kann jedem empfehlen das Goms im nächsten Jahr zu besuchen. Die Organisation hat sich wieder einmal selber übertroffen. Es war ein gelungener Anlass.  Die Fahrt nach Hause via Autoverlad verlief auch gut. An dieser Stelle noch tausend Dank an Julia und Gerit für Ihre Hilfe als Groom und Fahrer.  

           28. September 2007   SM Hüntwangen     Cen ** 92

Immer Anfangs Jahr setzt man sich Ziele die man erreichen will. Mein Ziel dieses Jahr war mit Mazzia alle Qualifikationen zu reiten. Das heisst ein EVG 1 ein EVG 2 ein Cen * und zweimal ein Cen **. Bis dahin lief alles nach Plan wir trainierten und bewegten uns langsam aber sicher auf unser Jahresziel zu, die Schweizermeisterschaft in Hüntwangen.  Hier nun mein Bericht dazu.

Ankunft in Hüntwangen am Freitag 27.Sept. Boxenbezug mit anschliessender Vetuntersuchung in der Box. Bei Mazzia alles perfekt, Puls bei 32. 15.00 Uhr vortraben. Alle Pferde wurden im Schritt aufgewärmt. Wir liefen schön brav im Kreis mit, bis Mazzia einen Schecken sichtete und sie partout nur noch in Richtung Schecke wollte, irgendwie brachte sie etwas durcheinander....wir haben schliesslich unsere Schecken zu Hause gelassen....sie war da anderer Meinung. Das vortraben beendete sie mit einer protestierenden Bockeinlage, die die 5 Tierärtzte aber nicht beeindruckte und ihr Gangwerk trotzdem als gut befunden.

Am Abend wurden alle internationalen und nationalen Reiter ganz herzlich mit einem Geschenk und Namentlich begrüsst. Die Unterhaltung von der Voltige Gruppe lies den Abend schnell vorbeigehen. 22.00 Uhr Nachtruhe, jedenfalls für die meisten, man hatte schliesslich am nächsten Tag etwas vor.

Die Reiter vom Rennen über 138 Km starteten um 7.00 Uhr, die vom 120er Renner 40 Minuten später. Unser Start erfolgte dann um 8.00 Uhr. Alle Starts wurden mit motivierendem Applaus begleitet, der sich im Verlauf des Rennens noch verstärken sollte. Welch ein Genuss in diesem Gelände zu reiten. Entlang der Thur auf wunderschönen Graswegen flogen die Km nur so dahin. Die Morgensonne glitzerte im Wasser auf den Bäumen und im Gras. Ich vergass fast, dass ich mich in einem Rennen befand. So schön. Das erste Vetgat befand sich in 29 Km Entfernung vom Start, in Berg am Irchel, wo meine Grooms Jasmin und Christoph schon warteten.  Der Puls von Mazzia war innerhalb zwei Minuten schon runter auf 60 Schlägen. Die verlangten 56 Schläge war unserer Meinung nach einfach zu machen, wenn da nur nicht die Halle gewesen wäre, die Mazzia ganz und gar nicht liebte. Nach 9 Minuten hatten wir es dann aber doch noch geschafft. 40 Minuten Pause !

Wir starteten als Dritte auf die zweite Runde über 35 Km. Die zwei Reiter die 1 Minute vor mir starteten hatte ich schnell eingeholt. Diese Runde verlief auch sehr schnell. Nach 4 Std und 11 Minuten reine Reitzeit hatten wir schon 63 Km zurückgelegt und befanden uns wieder am Ausgangspunkt in Hüntwangen. Und wieder hies es kühlen führen und den Puls so schnell wie möglich senken. Ja, und jetzt hatten wir ein Problem, der Puls von Mazzia ging gemäss Christoph nicht unter 60 Schläge. Nach 10 Minuten wurde es mir zu blöd und wir gingen auf mein Geheiss ins Vetgate. Puls 44 !!!!!  Was lief da falsch?  Jetzt hatte ich wertvolle Minuten, sprich 5 auf meine Vorgänger verloren. Hole ich die wohl noch ein? Najah, zuerst Pause, dann sehen wir weiter. Mazzia hat dieses Mal alles gefressen das man ihr vorsetzte und getrunken hat sie super. Auch sonst zeigte sie sich immer noch sehr fitt ohne Ermüdungserscheinungen.

Dritte Runde und letzte Runde über 28 Km. Mit viel Gejohle und anspornenden Rufen sind wir gestartet. Ja, Mazzia läuft nicht gerne alleine. Nach ca. 2 Km haben wir Alexandra auf Asterix eingeholt, die übrigens ihren ersten 120 Km Ritt bestritt und als beste Schweizerin abschloss !!!!! Nach weiteren 3 Km haben die zwei dann bei einem Brunnen um die Wette getrunken. Ich verabschiedete mich dann mit den Worten bei Alexandra: "So, und jetzt mache ich mich an mein Aufholmanöver" Von da an ging es 3 Km nur noch bergauf. Wir trabten langsam aber stetig voran. Beim ersten Betreuerpunkt meldete mir Christoph: "Nur noch 3 Minuten Abstand". Gut, dann weiter so. Ach, es war mühsam. Nie sahen wir die anderen Pferde. Bei jeder Kreuzung wollte Mazzia in die andere Richtung als ich, natürlich Richtung Ziel.(Sie hat einen sehr guten Orientierungssinn). Beim nächsten Groompoint: "Nur noch zwei Minuten". So quälten wir uns voran. Dann endlich nach 20 Km haben wir sie eingeholt. Die restlichen 8 Km ritten wir dann alle zusammen. Mazzia war wieder voll dabei und trabte munter voran. Dann fing sie an anzuziehen, natürlich, das kennen wir ja, da sind wir ja schon mal geritten. Jetzt ist es nicht mehr weit. Auf den letzten 2 Km ziehen alle das Tempo an, um dann nach der letzten Kurve ein Finish einzuleiten. Wir wurden leider ein wenig abgedrängt. Aber Mazzia hat alles gegeben und flog mit 40 KMH nur so ins Ziel. Als Dritte !! Nochmals kühlen, führen und auf zur Schlusskontrolle. Alles perfekt, Puls bei 48, Gang i.O, Darmgeräusche alle zu hören. Mazzia wirkt immer noch munter...nach 92 Km mit 14,49 KMH.      Was will man mehr ?????    

                   21. Oktober 2007 Claro TI  EVG 2  40 Km

Saisonende für Abdulla (Bibi) im Tessin. Bibi's Saisonziel im 2007 ( Ein Cen*) konnten wir leider nicht erfüllen, da er im Sommer einen Hufabzess erlitt. So tranierten wir nach fast 2 Monaten Pause auf die Geschwindigkeit hin, das heisst gleiche Distanz wie bisher aber höhere Geschwindigkeit.

Die 40 Km im Tessin ritten wir in 2 Schlaufen, zuerst 25 Km, 40 Minuten Pause, dann noch 15 Km. In Begleitung von Pascal Ory mit Oussoulane hier kurz vor dem Groompoint.

Auf der 15 Km Schlaufe mussten wir wieder über diese hohe, lange Brücke. Kurz danach kam die Markierung 2 Km bis zum Ziel. Wir hatten noch 6 Minuten Zeit, das heisst, Galopp bis kurz vor dem Ziel, damit wir die 15 Kmh genau reiten konnten. Und in der Tat schaffte es Pascal auf die Sekunde genau einzureiten, ich folgte mit Bibi eine Sekunde später.

Vortraben bei der Schlusskontrolle. Bei beiden Pferden alle Werte i.O, und trotz der schnellen Geschwindigkeit relativ tiefer Puls, 40 bei Oussoulane und 44 bei Bibi. Zum ersten Mal erfolgte die Rangverkündigung zu Pferd für die ersten drei Ränge. Kaum zu glauben,  ich staunte, wir, Bibi und ich wurden auf dem Zweiten Platz rangiert, und Pascal mit Oussoulane sogar auf dem Ersten. Da kann man nur sagen........BRAVO......!!!


               3. November 2007 Wiesenberg EVG 1 32 Km

Zum letzten Mal in diesem Jahr machte ich mich frühmorgens auf den Weg nach Rünenberg, um mit Mazzia die 32 Km über den Wiesenberg in Angriff zu nehmen. Die Umgebung, das Wetter die Organisation, sowie die Farbenpracht der Bäume machten diesen Ritt zu einem tollen Erlebnis. Wir wurden mit fast max. Strafpunkten bestraft, da ich keine Augen im Kopf hatte, und die 2 Km Tafel übersehen hatte. So trabten wir munter voran bis das Ziel in Sicht war, und wir immer noch 10 Minuten Zeit hatten um die Zielliene zu überqueren. Tja, Reiterfehler vom schönsten, das warf uns auf den 17ten Platz zurück von einem möglichen 3ten Platz. Aber egal, Mazzia ist wohlauf, sie hatte einen genialen Schlusspuls von 38 Schlägen, es war ein wunderschöner Tag, und wir starten optimal in die Winterpause.


.....Zusammenfassung der Rittsaison 2007 sowie ein Schlussbericht demnächst.......




 











                    Winterpause im El-Manis

...hier geht die Post ab!! Die Festtage sind vorüber, der Schnee lässt auf sich warten, und wir haben in dieser Zeit alle Sättel überprüft und neu angepasst, wir probieren einen neuen Hufbeschlag aus, wir haben eine Futterumstellung gemacht. Ein Termin mit dem Zahnarzt und dem Oesteopath ist vereinbart. Pläne für die neue Distanzsaison 2007 wurden gemacht. Nicht mehr lange, und wir nehmen das Training wieder auf. Unser Motto für's 2007:

                     KOPF HOCH  > >  UND IMMER VORAN


                         Distanzsaison 2006 Zusammenfassung

                                          Wer war mit dabei ?


                               Louma Ioshua VA Wallach Jg. 1994

                                         



Seine Erfolge:  2.4.06 EVG 40 Km         4. Rang         1. Qualifikation

                     6.5.06 DRF 51 Km                               2. Qualifikation

                    18.6.06 EVG 70 Km          3. Rang          3. Qualifikation

                    15.7.06 EVG 20 Km           2. Rang             Trainingsritt

                    15.10.06 EVG 40 Km          1. Rang             Abschlussritt


                 Kasib VA Wallach Jg. 1989


Seine Erfolge:

15.7.06 EVG 20 Km       11. Rang        Trainingsritt

29.7.06 CEN 80 Km        nach 60 Km ausgeschieden



                                 Abdulla VA Wallach Jg. 2001

unterwegs zum 7. Rang

Seine Erfolge:

17.6.06 EVG 20 Km           12. Rang          Trainingsritt

23.9.06 DRF 30 Km                                  1. Qualifikation

15.10.06 EVG 40 Km            7. Rang           Abschlussritt


                  Black Lady Amira VA Stute Jg. 1999


Ihre Erfolge:

10.9.06 EVG 53 Km          9. Rang               Proberitt

1.10.06 EVG 20 Km          9. Rang                Abschlussritt


                         Mazziado Barthas Pb-Araber Stute Jg. 2000


Ihre Erfolge:

Mazzia hat die erste und zweite Qualifikation erfolgreich bestanden.

23.9.06 DRF 70 Km                     ausgeschieden


        Das El-Manis Team geht in die Winterpause


Wir sagen Tschüss bis ins 2007...........

.....wenn es wieder heisst: Saisonauftakt im Bella Ticino !!


     Die Rittberichte vom 2006 bleiben bis auf weiteres im Netz  !!!

                



         Saisonauftakt 1 / 2 April 2006 Claro Tessin




Am 1.4.06 (Kein Aprilscherz) machten wir uns schon zum 5 x auf den Weg in sonnige Tessin. Nach der langen Winterpause konnten wir es kaum erwarten wieder einmal an einem Distanzritt zu starten. Christoph hat sich bereiterklärt mich zu "groomen" = (gib, reck, häb, zünd) Merci, Merci, Merci!


Leider hat sich Joshi an unserem letzten Trainingsritt noch einen Nageltritt eingehandelt. Wir haben sofort dem Schmid, Tierartzt und Christoph angerufen. Dem Schmid zum Eisen entfernen, dem Tierartzt um Joshi gegen allfällige Entzündungen abzuschirmen, und Christoph um uns mit dem Hänger abzuholen. Man staune, alle waren innerhalb einer Stunde vor Ort, und das an einem Sonntag!!


Nun kam das lange Bangen und Hoffen, dass es innerhalb einer Woche wieder gut ist, und Joshi die 40 Km ohne Beschwerden laufen kann.



Und es kam gut. Ich hatte das grosse Vergnügen zusammen mit Joshi, mit Martina auf Maleika, (Rennfriby) und mit Karin auf Aswaad Safir zu starten.



Wir ritten die 40 Km in 3 Stunden 20 Minuten und 34 Sekunden Das entspricht einer Durchschnitts-geschwindi-keit von 11,97 km/h. Die zulässige Höchstge-schwindikeit war 12 km/h.


Zu meiner grossen Ueberaschung und Freude belegten wir den sehr guten 4. Platz. Karin auf Safir war auf dem 5. Platz, und Martina auf Maleika auf dem guten 14. Platz. Total sind 24 Reiter gestartet.



Wir freuen uns jetzt schon auf den Herbst, wenn es wieder heisst: Distanzreiten im "Bella Ticino"


6. Mai 2006 DRF 56 Km in Sursee

Die Bedeutung von DRF: Der Reiter kann die Streckenlänge und die Zeit frei wählen, innerhalb der vom Veranstalter vorgegebener Strecke, bzw Zeit.Start um 11.30 Uhr zusammen mit Uta auf Galiha.


Ich habe mich für einen DRF entschieden, da mein Ziel die 2. Qualifikation mit Joshua zu reiten nur innerhalb dieser Disziplin möglich war. Ich beschloss Joshua an diesem Ritt gebisslos zu reiten, was sich nach ca 25 Km mit 4 Blasen an den Händen rächte. Joshua hatte mehr "Dampf", als ich mir gedacht habe, und ich habe wohl auch seinen Kampfgeist unterschätzt.

Nach 35 Km und einer Pause von 40 Minuten machten wir uns auf den Weg zur zweiten Runde über 21 Km, diesmal mit Gebiss. Diese zweite Runde hatte es in sich, viel bergauf, zum teil sehr steil und sehr viel Teer.

Auf den letzten 5 Km mussten wir noch ziemlich Gas geben, da die letzte Einreitzeit auf 17.10 begrenzt war. Wir ritten die gesamte Strecke von 56 Km mit ca 12 Km/h, ohne Wartezeit. Joshua hatte sehr gute Pulswerte. Anfangs 36/Min, Schluss 40/Min. Wir haben die 2 Quali bestanden, und trainieren nach einer wohlverdienten Ruhepause für Joshua auf die 3 .Quali hin. Voraussichtlich am 18. Juni. An dieser Stelle möchte ich Therese Braun zur bestandenen 4. Quali auf ihrem Hengst Shareen ganz herlich gratulieren. Auch Uta auf ihrer Stute Galiha hat die 2. Quali bei ihrem zweiten Anlauf geschafft, auch ihr, Gratulation.


17/18. Juni 2006 20 Km / 70 Km Messen So

Das war ein ereignisreiches und zugleich sehr heisses Wochenende.

Am Samstag 17. Juni bin ich zum erstem Mal mit Abdulla dem erst 5-jährigen Araber gestartet. Die Distanz war kurz, 20 Km, die Temparaturen sehr heiss 30 Grad,und Abdulla sehr sehr aufgeregt.

Wir waren schon früh auf dem Gelände, damit sich Abdulla an die Atmosphäre gewöhnen kann. Barbara und meine Tochter Patricia haben mich begleitet, um mir mit Abdulla zu helfen. Ich glaube ohne sie hätte ich es nicht einmal geschafft Abdulla korrekt zu satteln, geschweige denn normal aufzusteigen.

Die Tierarztuntersuchung lief sehr turbulent ab, Abdulla schätzte es ganz und gar nicht, dass man ihn zuerst von seinen Stallkollegen trennte, 1 Stunde im Anhänger transportierte, und dann noch an ihm herumfummelte, um seinen Puls zu messen, den Rücken zu kontrollieren und seine Darmgeräusche anzuhören. Entsprechend waren auch seine Pulswerte. Er hatte einen Anfangspuls von 57 Schlägen pro Minute. Maximaler erlaubter Wert ist 60, um die Starterlaubnis zu haben.

Zum Glück erfolgte dann auch schon bald der Start. Ich durft zusammen mit Iten Eveline auf Nefoskop starten. Die Strecke war sehr gut markiert, und verlief zum Glück zum grossen Teil durch den Wald. Die Pferde fingen schon sehr früh zu schwitzen an, was bei den Temparaturen ganz und gar nicht verwunderlich war. Abdulla fand nach 5 Km es sei genug. Ich war da aber anderer Meiunung. Zum Glück musste ich ihn nicht gross überreden weiterzumachen. Ein Teil der Strecke verlief langsam aber stetig bergauf, was sehr schnell an die Substanz der Pferde geht. Nach einer vorgeschriebenen Schrittstrecke von ca. 15 Minuten Dauer, ging es dann noch auf den letzten 3 Km über die Ebene, wo die Sonne noch einmal so richtig einheitzen konnte.

Mit einer Rittdauer von 1 Stunde 43 Minuten und ein paar zerquetschten Sekunden und einem Schlusspuls von 54 Schlägen pro Minute landeten wir auf dem 12ten Platz von 17 gestarteten. Mein Ziel durchzukommen und nicht letzter zu werden, habe ich damit vollumfänglich erreicht. Abdulla wird sich mit der Zeit noch an die Vorgänge gewöhnen, und entsprechend ruhiger werden. Für das erste Mal bin ich sehr zufrieden mit ihm. Er hoffentlich auch mit mir!

Sonntag sehr früh am Morgen

....da ist man noch müde! Joshua weiss noch nicht, dass es ein sehr strenger Tag wird, und geniesst noch das Gras.

Die Voruntersuchung verlief gut, Gang und Puls von 33 alles perfekt, bis auf die Darmgeräusche. Die waren schon leicht reduziert. Meine Grooms, Barbara, Claudia und Christoph bereiten Joshi für den Start vor.

Gespannt warten wir auf den Start. Joshi sieht noch frisch aus.

Joshua weigert sich zu trinken, hier beim Betreuerpunkt unterwegs, probiert ihn Christoph mit feuchtem Gras und Aepfel im Wasser zum trinken zu animieren. Joshi hat 50 Km lang nichts getrunken.

Die 70 Km bin ich wieder zusammen mit Uta auf ihrer Stute Galiha geritten. Zuerst 2 x die 20 Km Schlaufe, 40 Min. Pause, dann noch die 30 Km Schlaufe. In der Pause waren Joshis Darmgeräusche immer noch reduziert, obwohl wir ihn so viel wie möglich fressen liesen.

..kühlen, kühlen und nochmals kühlen...hier kurz vor der Schlusskontrolle. Wir haben die 3. Quali bestanden, mit sehr guten Pulswerten. Leider waren die Darmgeräusche nicht mehr zu hören. Zum Glück hat sich keine Kolik angekündet. Auf jeden Fall überlege ich mir wie ich das das nächste Mal verhindern kann. Ach ja, wir sind dritte geworden, Uta auf Galiha sogar Erste. Erinnerung an diese 2 heisse Tage...eine Zerrung und einen Sonnenbrand.....Auaaaa!!!! Joshua hat sich nicht beklagt, aber ihm war anzusehen, dass er anschliessend sehr müde war. Er bekommt jetzt die nächsten 10 Tage Pause, und darf sich auf der Weide erholen.


2. Juli 2006 Training mit Susanne Dollinger im NPZ Bern

Unter der fachkundigen Anleitung von Susanne Dollinger übten wir ein gleichmässiges Tempo egal ob Trab oder Galopp zu reiten. Gar nicht so einfach mit einem Vollblüter unter dir.

Sinn und Zweck dieser Uebung ist: Wenn du gleichmässig reitest, bzw deinen Rythmus findest, hast du anschliessend weniger Probleme den Puls in der erforderlichen Zeit unter 60 Schläge pro Minute zu bringen.....

....eine weitere Uebung an diesem Tag war: Wie überreiche ich am besten die Wasserflasche im Trab, oder auch Galopp, um keine Zeit zu verlieren, und niemanden dabei zu gefärden. Auch diese Uebung nicht ganz einfach...........(Christoph und Claudia haben diese Uebung mit Bravour gemeistert....)

.....sowie wo kühle ich, während und vor allem nach dem Ritt, wiederum mit dem Ziel den Puls so schnell wie möglich zu senken. Auch das Vortraben wurde geübt. Es war ein absolut interessanter Tag. Ich, wir haben viel gelernt, und probieren das gelernte am nächsten DR in die Tat umzusetzen. Interessant war die Tatsache, dass, wenn sich Kasib an dir kratzen darf, sich bei ihm der Puls augenblicklich senkt. Heisst das, ich bin von jetzt an seine persönliche Kratzbürste??


15. Juli 2006 20 Km Eiken

Start im Partnerlook! Das El-Manis Team. Barbara auf Joshua und ich auf Kasib, (sein erster DR dieses Jahr) Die 20 Km waren als Trainingsritt gedacht, da wir anschliessend in den Jura zu einer Trainingswoche fuhren.

Joshi, was denkst du, bekommen wir heute einen Pokal?

Mmh, ich denke schon, schliesslich ist Joshua ein Pferd mit tiefem Puls, nicht so wie ich. "Jedenfalls" Joshi teilte sich den 2. Rang, gleiche Zeit auf die Sekunde und gleicher Puls. Kasib wurde 11 ter. Direkt nach der Rangverkündigung fuhren wir in den Jura zu unserer Trainingswoche..........mehr darüber unter ( Aktuelles )

Einen Pokal gab es nicht....für niemanden......leider....!!

29. Juli 2006 CEN 80 KM Fehraltdorf

Mit diesem Ritt in Fehraltdorf bekamen Kasib und ich die Gelegenheit einmal an einem Rennen zu starten. Der Zeitschnellste gewinnt, insofern der Puls unter 56 Schlägen ist und das Pferd die Vet Kontrolle besteht.

Massenstart um 6.30 Uhr. Es sind insgesamt 14 Reiter gestartet. Schon früh setzte sich die Spitzengruppe von den anderen ab. Ich ritt auf den ersten 30 Km in einer 4-er Gruppe ein regelmässiges Tempo, vorwiegend im Galopp. Die erste Kontrolle bestanden wir ohne Probleme, und wurden nach einer Pause von 40 Minuten auf die zweite Runde entlassen.

Hier beim Zieleinlauf nach 60 Km. Kasib galoppierte auch die zweite Runde in einem regelmässigem Tempo durch. Bei der letzten Strassenüber-querung ist Kasib erschrocken und dabei mit der Hinterhand ausgerutscht. Ich hatte für einen Moment beide Füsse am Boden. Kasib ist sofort wieder aufgesprungen, und im Galopp ins Ziel (siehe Bild, leider etwas unscharf) Der Sturz hatte Folgen, wir bestanden die Kontrolle nicht, da Kasib hinten links lahm ging, als Folge vom Sturz. Er hatte dort auch eine Wunde. Wir ritten die 60 Km in 3 Stunden und 37 Minuten, reine Reitzeit, was einem Durschschnitt von nicht ganz 17/Kmh ergibt. Kasib hat trotzdem dass wir elimiert wurden diesen Ritt mit Bravour absolviert, und ich bin sehr sehr stolz auf ihn und seine Leistung. Damit ist seine Saison für dieses Jahr beendet.




10. September 2006 53 Km EVG in Schneisingen...

...und manchmal kommt es anders als man denkt !!

Geplant war mit Abdulla die erste Qualifikation zu reiten

Vor drei Wochen wurde ich von Erna Lüdi vom Pferdeparadies Raimeux angefragt, ob ich die Black Lady Amira reiten könnte, da ihre Reiterin verunfallt war. Amira sollte eigentlich in Holziken über 120 Km laufen. In Schneisingen habe ich Amira über 53 Km geritten, um zu sehen, ob ihr Trainingszustand genügt. Wir ritten die Strecke in 4 Stunden und 11 Minuten mit guten Pulswerten und ohne Beandstandungen im Vetgate. (9 Rang von 23) Trotzdem habe ich mich entschieden das Rennen in Holziken nicht zu reiten, das ihr allgemeiner Zustand (zuwenig Fettreserven), sowie ihr Traniningszustand für die 120 Km nicht genügend ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir werden zusammen nach der Winterpause das Training angehen, und im 2007 das Rennen über 120 Km absolvieren ! ! !


23. September 2006 DRF 30 und 70 Km Blitzingen VS

Schon am Freitag machten wir uns zu viert auf den langen Weg ins Wallis mit dem Ziel die erste Quali, Jasmin Frey auf Abdulla, und die 3te Quali, ich auf Mazzia, im Besitz von Erna Lüdi, zu reiten. Die 4 Stunden Fahrt wurden mit einer Menge Heu für Abdulla und Mazzia und mit einem feinen Raclette für uns belohnt.

Die ersten 30 Km ritten wir zusammen. Abdulla und Jasmin waren sich auf den ersten 5 Km ganz und gar nicht einig, welche Geschwindigkeit und welche Gangart. Bis Km 20 lief es aber dann doch recht gut, bis Abdulla eine schwache Minute hatte und Jasmin ziemlich hart auf dem Boden landete. Abdulla schäm dich !!! Nichtsdetrotz ist Jasmin wieder aufgestiegen, ein Pflaster auf die blutende Stelle, die Zähne zusammengebissen und die 30 Km und somit die erste Quali bestanden. Herzliche Gratulation euch Beiden !!!

Nach einer Pause von 30 Minute hiess es für mich ab auf die zweite Runde. 10 Km hin und 10 Km zurück. Schon nach 6 Minuten konnten wir ins Vetgate. Puls und Gang i.O. Nach weiteren 30 Minuten Pause wurden wir  auf die dritte Runde entlassen. Wie schon gehabt, 10 Km hin und 10 Km zurück, und immer die gleiche Strecke. Die ersten 15 Km waren wir Mutterselenalleine unterwegs. Ach wie langweilig für Pferd und Reiter. Auf den letzten 5 Km hat uns Thomas Bobsin eingeholt, welcher 90 Km geritten ist und somit die 4. Quali bestanden hat. Hey super !!!. Das verhalf zu neuem Schwung. Wir ritten total 70 Km, um dann im letzten Vet Gate wegen hinten rechts leicht lahm auszuscheiden. Der harte Boden, sowie eine kleine Verletzung hinten rechts hat ihren Tribut gefordert. Schade, schade. Mazzia hat trotzdem ihre Leistung vollbracht und super mitgemacht. Sie wird nach einer Pause langsam abtraniert,und anschliessend auf die grossen Weiden ins Raimeux zu einer wohlverdienten Winterpause entlassen.

15.Oktober 2006 40 Km EVG Claro Tessin

Das misstrauische Gesicht von Barbara auf Joshua spricht Bände. "Wir kommen zu früh ins Ziel" Ich kann dazu nur sagen: Vertrau mir, und wir schafften es in der Tat mir nur 2 und 3 Sekunden über der erlaubten Zeit ins Ziel zu reiten. Aber fangen wir doch von vorne an...

Saisonende Bella Ticino, ein Ritt der schon Tränen gekostet hat....!

......... vortraben...! Barbara mit Joshi. Das Tessin präsentiert sich ungewohnt neblig und nicht allzu warm. Eingangskontrolle alles i.O. ! Puls 32, für Joshi nichts ungewöhnliches.


.......vortraben...! Ich mit meinem 5-jährigen Abdulla, mit dem Ziel, wie schon gehabt, durchkommen, und nicht letzer werden...! Eingangskontrolle i.O. Puls bei 43, für Abdulla ein grosser Fortschritt, man vergleiche Eiken.

...unterwegs, konzentriert, oder Schmerz lässt grüssen. Barbara hat sich das Knie angeschlagen, im Tessin hat es ein paar sehr enge Durchgänge, wenn man da nicht aufpasst.., also Barbara, das nächste Mal: Augen auf..!

Der Herbst lässt grüssen, die Blätter verfärben sich. Abdulla läuft und läuft. Er ist sehr ausgeglichen dieses Mal, von Bocken fast keine Spur. Die Strecke wieder einmal mehr wunderbar, abwechsluns-reich, und durch die Regenfälle der Boden weich, manchmal fast zu weich, bzw. zu tief. Abdulla, ich bin so stolz auf dich, du hast mit einem Schlusspuls von 38, und 3 Sekunden über der erlaubten Minimalzeit den fantastischen 7ten Platz in Claro geholt, und ein grosses Kompliment von der Veterinärin, die dich untersucht hat erhalten..!!!!!

Saisonschluss im Tessin, für das El-Manis Team ein voller Erfolg. Joshua und Barbara, wir gratulieren Euch Beiden zum 1. Rang Schlusspuls von 32, und 2 Sekunden über der erlaubten Minimalzeit. Joshi und Barbara, ihr seid Spitze..

Das El-Manis Team geht in die Winterpause eine Zusammenfassung von der Saison 2006 folgt demnächst.