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Reisebericht Karibik / New York
 


Die Route:

Bigenthal - Zürich - New York - Haiti - San Juan Puerto Rico - Philipsburg St. Marteen - St. Johns Antigua - St Kitts - New York - Zürich - Bigenthal

Die Teilnehmer:

Meine Tochter Patricia und meine Wenigkeit     ( Frauenpower )

Dauer:

15. Januar 2012 - 30. Januar 2012  ( Zwei Wochen )

Vorbereitungen:

Im 2011:

Diskussion: Wollen wir? Ja!  Wann wollen wir?   Wenn es in der Schweiz kalt ist! Wohin wollen wir? Dorthin wo es warm ist wenn es in der Schweiz kalt ist!  Ok, aber verzweifelt nicht wenn ich Nonstop am PC sitze und alle Möglichkeiten prüfe! Ok!

Dieses Mal vergesse ich das (ATA = Einreisebewilligung für die USA) nicht wie diesen Sommer, als ich ohne am Flughafenschalter stand und sie mich fast nicht einreisen lassen wollten. Frau ist lehrnfähig.

Planen, planen, planen, organisieren, organisieren, organisieren. So könnte das Motto lauten von der KW 1 und KW 2 im 2012. Vorfreude kommt im Moment noch wenig auf, da ich so beschäftigt bin mit alles so zu hinterlassen, damit auch ohne mich alles normal weiterfunktioniert.

9. Januar:   Online Check In ist angesagt. Die Pässe müssen her. Meiner ist schnell gefunden. Der von Patricia hat beschlossen sich zu verstecken, so dass niemand ihn finden kann. Eine gross angelegte Suchaktion musste her. Zwei Stunden später die Erleichterung. Der Frechdachs hat sich sicher ins Fäustchen gelacht wie wir unzählige Male direkt an ihm vorbeigelaufen sind.

12. Januar:     Auch die Rösllis, vor allem Bibi, möchten nochmal bewegt werden, bevor ich der Schweiz den Rücken kehre.   Heute hatte ich mehr als einen Schutzengel dabei. Wie wir vom Stall wegreiten, nach ca. 200 Meter macht Bibi eine seiner berühmten Schlangenbewegungen mit dem Kopf. Ich halte mit den Zügeln dagegen, dabei reisst ein Riemen, und ich halte nur noch den Zaum in den Finger, ohne Bibi's Kopf darin. Bibi weiss nichts besseres zu tun, als im gestreckten Galopp in Kombination mit freudigen Bocksprüngen, über die Wiese, über das Zuggleis, zurück über das Feld zu rennen. Horror pur! Ich besinnen mich auf meine Reitkünste und probiere Bibi mit meiner Stimme zu bremsen. Was schlussendlich auch gelingt. Charissa, die auch mit von der Party war, hat, so habe ich anschliessend vernommen, (war zu beschäftigt mit reiten) in der Zwischenzeit so alles gezeigt was absolut nicht erwünscht ist. Steigen fast bis zum umfallen, bocken wie ein Rodeopferd, schnauben wie ein Stier. Zum Glück war heute nicht Freitag der 13nte, da hätten wir wohl nicht so viel Glück gehabt. Zurück im Stall wird der Riemen ausgetauscht. Die Pferde wieder bestiegen und wieder losgeritten. Bibi und Charissa haben sich so weit beruhigt, abgesehen von Charissas unheimlichem Vorwärtsdrang, dass man/frau ganz normal reiten konnte. Nach dem Ritt, dann das Zückerli, nicht für die Pferde, sondern für mich. Irgendeine Erinnerung möchte man doch haben an diesen Tag. Charissa beschliesst beim Abzäumen einmal ganz lässig ihren Kopf in meine Richtung zu bewegen und meine Lippe macht Bekanntschaft mit ihrem harten Kopf. Heute sehe ich aus als ob ich eine Missglückte Behandlung mit Botox über mich habe ergehen lassen. Und die Reiterin von Charissa kann viele Farben an ihren Oberschenkeln bewundern, fast wie beim schnorcheln in der Karibik, von Charissas Bockkünsten.

14. Januar:             Was soll nur in den Koffer?    In New York kalt, sehr kalt, in der Karibik heiss, sehr heiss. Patricia hat den Rekord mit dreimal umpacken. Es sind halt nur 23 Kg erlaubt im Flugzeug.

15. Januar 6.15 morgens: Wir sind unterwegs. Der Flug vergeht schnell und ereignislos. Vom 9-stundigen Flug war mir nur die letzten 15 Minuten schlecht.

16. Januar  Ortszeit 3.00 Uhr morgens. Oder wie die Amerikaner sagen 3 AM. Hellwach im Bett, schliesslich habe ich schon 9.00 Uhr morgens, also Zeit zum aufstehen. So ca. alle 5 Minuten fliegt vor dem Fenster ein Flugzeug vorbei.

Noch 4 Stunden bis zum Checkinn auf dem Schiff.....................

ps> man moge mir alle falsch geschriebenen z y und die aes oes ues verzeihen, die Tastatur hier in den Staaten ist fur meine Finger sehr ungewohnt.........................

16. Januar: Es ist absolut unglaublich wie schnell das Check Inn verlauft. Um 12.00 werden wir von einem Taxi abgeholt, 20 Minuten Fahrt, und um 12.45 Uhr sind wir schon auf dem Schiff. Die Explorer of the Seas zahlt zu den grossten Schiffen weltweit. Royal Caribbean ist die Reederei und absolut zu empfehlen in jeder Hinsicht.Die ersten zwei Tage werden wir nur auf dem Schiff verbringen.

17/18. Januar: Wir kämpfen mit dem Jet Lag, wachen zu unmoglichen Zeiten auf, oder gehen zu unmoglichen Zeiten schlafen. Aber alles halb so schlimm, schliesslich haben wir Ferien. Wir verbringen unsere Zeit mit Essen, (feine Lachs zum Zmorge), Mongolisches Barbeque zum Znacht, dazwischen alles mogliche immer frische Fruchte wie Melone, oder Ananas.

Spannende Show auf dem Eis, ja auf dem Eis, es hat hier eine Eisbahn auf der man auch selber (eislaufen) kann, wenn man will. Am Abend eine Show mit einem Imitator von alten Musiklegenden gewurzt mit viel Humor, und vieles mehr. Es wird von gefuhlten minus 10 Grad in New York immer warmer, fast von Stunde zu Stunde. Am ersten Tag schon 14 Grad, am zweiten 24 Grad bis wir in Haiti andocken.

19. Januar: Erster Stopp, Haiti. Royal Caribbean hat hier nur fur Kreuzfahrt Gaste ein Paradies erschaffen. Ein bisschen eine trugerische Welt, schon, wirklich wunderschon gemacht. Strande, Palmen, Hangematten, viel Sonne, karibische Musik.

Haiti auch eine Welt des Voodoo Glaubens. Wir bekommen von dieser Welt nichts mit, da wir von einer Mauer abgeschirmt sind von der Aussenwelt. Wie die wohl aussieht, ein Jahr nach dem Erdbeben?

20. Januar: Wir docken an in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico. Puerto Rico ist ein Inselstaat welcher zu den Vereinigten Staaten von Amerika gehört. Ganze 199KM2 gross. Wir beschliessen eine Tour zu buchen welche uns 1 Stunde von San Juan entfernt in die Regenwälder führt.

Man hat grosses Glück wenn man hier nicht nass wird. Es ist normal dass es bis zu 5 mal pro Tag regnet. Wir bekommen nur eine ganz kleine Dusche ab. Die Temparatur sinkt von 27 Grad auf 20 Grad. Es ist angenehm und nicht einmal so voller Dampf wie ich es in einem Regenwald erwartet habe.

Unser Fahrer erzählt uns auf der stündigen Fahrt so einiges über Puerto Rico, so zum Beispiel, dass hier die Arbeitslosenqueto sehr hoch sei, aber das sei nicht verwunderlich, da der Staat sehr gut für einen sorgt, und man so keinen Grund hat arbeiten zu gehen. Aber kommen wir zurück zum Regenwald. Mir fehlt nebst dem grossen Grün die Tierwelt. Keine Papageien, keine Affen,eigentlich nur ein paar Insekten, Schlangen und ein paar wenige exotische Vögel. Wir seien nicht in der richtigen Jahreszeit hier, aha.

Unser Fahrer fährt uns zurück in die Altstadt von San Juan und hier ist natürlich eines angesagt, und zwar, Shopping! Unzählige kleine Läden laden ein dieses und jenes für die daheimgebliebenen zu kaufen. Was wir natürlich auch machen.

Zurück auf dem Schiff: Es ist schon spät, wir haben in San Juan zu Abend gegessen, da unsere Explorer erst um 22.00 Uhr weiterfährt. Der Tag war lang, die Eindrücke gross, daher ging ich dann schon bald mal in die Haija, Patricia in die Disco. Unsere Kabine übrigens war mit allem ausgestattet was man braucht. Ein wenig eng, dafür aber mit einem Fenster auf die Royalpromenade. Mehr dazu später.

21. Januar: Philippsburg Sint Maarten. Wir sind in den Niederländischen Antillen. Mit einem Roller können wir die Insel am besten erkunden. Es ist erstaunlich, dass diese Insel aus zwei Nationalstaaten besteht. Diese Verbindung ist weltweit die kleinste geografische Einheit auf der zwei Nationalstaaten friedlich nebeneinander leben. Ein wenig später befinden wir uns auf den französischen Antillen in St-Martin. Wir essen Crepes und reden französisch.

Auf dem Weg dorthin machen wir einen Zwischenhalt an einem kleinen berühmten Strand. Warum berühmt. Alle paar Minuten fliegt über die Köpfe der sonnenhungrigen Touristen ein Flugzeug welches direkt hinter dem Strand landet. Ein ziemliches Schauspiel dass man gesehen haben muss.

Den restlichen Tag verbringen wir gemütlich am Strand wo wir noch das Hausreef mit dem Schnorchel erkunden. Die niederländischen Antillen mein persönlicher Favorit in der Karibik.

Vor dem Abendessen einen "Cocktail" gefällig? Wisst ihr überhaupt wie dieser Trink "Cocktail" zu seinem Namen kam? Vor ca. 150 Jahren als es im Süden der vereinigten Staaten üblich war Hahnenkämpfe durchzuführen, wurde dem Gewinner den Hahnenschwanz überreicht mit den Worten. Let's have a drink on the "Cock's Tail". Dieses Wort wurden dann abgekürzt in "Cocktail" und wird bis zum heutigen Tag verwendet.

.....und wir geniessen das Bordleben wie wir Philippsburg verlassen, mit einem Cocktail in der Hand, aber bitte ohne Hahnenkampf!

22.Januar: St. Johns Antigua. Wir lesen in der täglichen Bordzeitung, dass es nicht empfehlenswert ist in Antigua Roller's oder Mietauto zu mieten. Wir beschliessen einen Führer zu engagieren, der uns die Insel zeigt. Wie wir ins Auto einsteigen wird uns auch bewusst warum nicht empfehlenswert. Auf der Insel ist Linksverkehr wie in England. Im Jahr 1493 wurde diese Insel von Christoph Columbus entdeckt, 1632 durch die Briten besiedelt.

Wir fahren über die Insel, es ist Sonntag. In jedem Dorf sehen wir unzählige kleine Kirchen und aus jeder hören wir lautstarken Gospelgesang.

Auf dem Weg zum "Englisch Harbour", ein Kriegshafen aus dem 18th Jahrhundert, machen wir noch kurzen Halt um die phänomenale Aussicht zu geniessen. Antigua und Barbuda ist ein Antillenstaat und gehören zu den Inseln über dem Winde. Irgendwie tönt das sehr romantisch, wie aus einem Roman.