Distanzreiten ist ein Pferdesport, in dem es darum geht, eine grosse Entfernung zu Pferd so schnell wie möglich zu überwinden. Dabei kommt es auch darauf an, die Pferde nicht zu überfordern.
Distanzritte werden auf Strecken ab 25 bis 160 Kilometer ausgetragen, alles an einem Tag.
Ziel eines Distanzrittes ist es eine vorgegebene, markierte Strecke zu reiten. Das vorgeschriebene Mindesttempo darf dabei nicht unterschritten werden. Sieger ist das Pferd, das zuerst durchs Ziel geht und alle tierärztlichen Untersuchungen vor, während und nach dem Ritt ohne Beanstandungen übersteht.
Das Wohlergehen des Pferdes hat oberste Priorität. Der Reiter muss Tempo und Reitweise darauf einstellen, wie gut sein Pferd geht und wie es mit den Bodenverhältnissen zurecht kommt. Gegebenfalls muss er bereit sein, auf eine Platzierung zu verzichten, um sein Pferd nicht zu überfordern. Kondition und Gesundheitszustand des Pferdes werden vor dem Start und nach dem Zieleinlauf von Tierärzten überprüft, bei längeren Ritten auch in einer 40 Minuten langen Pause. Pferde, die vom Tierarzt als „not fit to continue“ erklärt werden, müssen ausscheiden. So wird sichergestellt, dass kein Pferd bleibende Schäden davonträgt.
Das Distanzreiten ist ein Hochleistungssport, der umfangreiche Vorbereitungen und viel Training erfordert, damit die körperliche und mentale Fitness von Pferd und Reiter den gestellten Anforderungen genügt.
Sportliche Erfolge von Naemi und Kigali im 2010
Mai 2010: Qualifikationsritt über 90 KM (Bestanden)
Mai/Juni 2010: Dreitägiger Distanzritt über Totale Distanz von 195 Km
Juni 2010: Qualifikationsritt über 81 KM (Bestanden)
Juli 2010: Distanzritt über 42 KM, von 15 Gestarteten, 2.Rang
August 2010: Distanzrennen über 82 KM, von 8 Gestarteten, 2. Rang.
Oktober 2010: Internationales Distanzrennen über 85 Km 1. Rang.
Naemi wurde aufgrund Ihrer Leistungen im 2010 in nationale B Kader der Junioren/Junge Reiter im Distanzreiten aufgenommen. Naemi und Kigali sind Beide hochmotiviert ins 2011 gestartet, und sind fleissig auf Sponsorensuche. Auf den folgenden Seiten stellt sich Naemi persönlich vor, und wir möchten ihnen auch die finanzielle Seite ein wenig aufzeigen.
Ich stelle mich vor
Um einen Distanzritt erfolgreich zu bestehen, braucht es immer ein Team. Ich, Naemi Frei, bin die Reiterin von diesem Team.
Schon mein Grossvater hat Distanzrennen geritten und war einer der Ersten Distanzreiter in der Schweiz überhaupt. Seine Leidenschaft und seinen Ehrgeiz habe ich wohl geerbt, denn heute weiss ich, dass ich eine von den Erfolgreichen von Morgen werden will.
Ich bin 16 Jahre alt und gehöre somit noch für 4 Jahre zu den Nachwuchsreitern. Im Sommer 2010 habe ich die letzten Qualifikationen bestanden und darauf die Lizenz gemacht. Nun darf ich mit dem Vollblutaraber Nazhada Kigali, der mir zur Verfügung gestellt wird auch auf internationalen Rennen starten. Infolge der Leistungen im letzten Jahr wurde ich zudem ins Juniorenkader aufgenommen. Meine Ziele für das nächste Jahr sind das Bestehen von zwei internationalen Endurance-Rennen CEI** über mindestens 120km. Mindestens drei Ritte von dieser Distanz sind nötig zur Qualifikation der EM, die 2012 wahrscheinlich in Frankreich stattfinden wird. An dieser EM teilzunehmen ist mein grosses Ziel.
Es ist für mich alleine nicht möglich diesen Sport zu betreiben. Und es braucht nicht nur ein entsprechendes Pferd, Ausdauer und viel Wille; nur dank meiner Trainerin, (ClaudiaBoggs) die gleichzeitig auch die Pferdebesitzerin ist, und dank meiner Eltern bin ich erst so weit gekommen. Für viele Jugendliche bleibt es meistens ein Traum auf Rennen im Ausland zu starten, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Doch ich finde Geld alleine sollte nicht der Grund sein, warum eine motivierte Reiterin und ein lauffreudiges Pferd nicht auf die Ranglisten internationaler Wettkämpfe kommen dürfen...
Ich werde noch eineinhalb Jahre das Gymnasium in Burgdorf besuchen und deshalb sind meine Möglichkeiten Geld zu verdienen sehr beschränkt. Mit Ihrer Unterstützung (egal in welcher Form) hätte ich viel bessere Möglichkeiten das Kapital in Kigali und mir ganz auszuschöpfen, und Sie hätten etwas getan für die Juniorenförderung im Hochleistungssport, und generell etwas für einen sauberen Sport getan.
Ich bedanke mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben diese Zeilen zu lesen und hoffe auf ein positives Feedback.
Herzliche Grüsse
Naemi und Kigali
Ihr erstes gemeinsames Rennen. Jedes Rennen ist mit beträchtlichem finanziellem Aufwand verbunden...........
Finanziell
Jedes Rennen ist mit grossen finanziellen Belastungen verbunden
Ausgaben wie: -Einlösen internationaler Lizenz Fr. 200.- / Jahr -Startgeld Fr. 200.- bis Fr. 400 / Start
-Transportkosten mit Anhänger Fr. 1.50 / Km
-Zollpapiere Fr. 300.- / Jahr
-Auswärtige Unterkunft/Verpflegung für Reiter und Pferd usw
Pferdehaltung ist teuer:
-Futter
-Tierarzt/Zahnarzt/Oesteopath
-Hufschmid
-Material wie Sattel, Zaumzeug und Zubehör
Verschiedene Möglichkeiten eines Sponsorings
Für Diverses: Jährliche Pauschale
Reise: Pauschale
Startgeld: Pauschale, oder Patronatsübernahme von einem ganzen Rennen.